Doris Antony, Berlin, Calbe_Roland, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A14.

Rolandstadt Calbe (Saale)
Tourismusinformationen - Rathaus I
Markt 18
39240 Calbe (Saale)
stadt@calbe.de

+49 (0) 3 92 91/ 56 41 6

http://www.calbe.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Calbe_(Saale)
erstellt:
13.07.2017
aktualisiert:
17.11.2023
Unter Bollen kann man sich einiges vorstellen. In Calbe sind es Zwiebeln. Und weil sie in der Gegend so gut gedeihen, wird jedes Jahr eine Bollenkönigin gewählt. Schon seit Ende des 16. Jahrhunderts wurden auf den fruchtbaren Böden der Magdeburger Börde Zwiebeln angebaut. Nicht nur Gemüse gedieh hier prächtig, sondern auch die Schafe. Ihre Wolle war von hervorragender Qualität und ließ das Tuchmachergewerbe florieren. Später belieferte man sogar die preußische Armee. Neben den guten Ackerböden hatte Calbe auch Glück mit seiner günstigen Lage. Es lag an einer wichtigen Fernhandelsstraße von Norden nach Süden am Übergang über die Saale. Schnell wuchs die Bedeutung der Stadt. Ab 1160 übte sie das Marktrecht aus. Als äußeres Zeichen ihres Wohlstands stellten die selbstbewussten Bürger 1382 einen Roland auf dem Marktplatz auf, genauso wie die großen Hansestädte Hamburg und Bremen. Nur dass der Calber Roland der einzige im deutschen Raum ist, der einen Helm trägt. Auch heute noch steht die mächtige Figur vor dem Rathaus, das im Stil der Neo-Renaissance erbaut ist. Aber wer genau hinschaut, wird es erkennen. Es ist nicht mehr der Roland aus dem 14. Jahrhundert, sondern ein Mann in der Blüte seiner Jahre, der dort den Bürgerstolz repräsentiert. Eberhard Gloss hat ihn 1976 nach dem alten Vorbild aus Cottaer Sandstein neu geschaffen. Ein hölzerner Vorgänger fand nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ein trauriges Ende: Frierende Bürger verheizten ihn. Die Stadt Calbe wird als „Calvo“ 936 erstmals erwähnt, bis 1680 gehörte sie zum Erzbistum Magdeburg. Hier am hohen Ufer der Saale hatten die Erzbischöfe ihre Sommerresidenz. Von einem anderen Zeitraum der deutschen Geschichte erzählt der Wartenberg. Mit seinen 120 Metern Höhe liegt er westlich der Stadt. Oben thront dort der Bismarckturm, weithin sichtbar auch nachts, denn er wird angestrahlt.

 

 

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