Haselburg-müller, Terra_Sigillata_Museum, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A65.
Römische Terra Sigillata Rheinzabern
Terra-Sigillata-Museum
Hauptstraße 33
76764 Rheinzabern
info@terry-sigillata-museum.de
07272 - 95 58 93
https://www.terra-sigillata-museum.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Terra-Sigillata-Museum
Hauptstraße 33
76764 Rheinzabern
info@terry-sigillata-museum.de
07272 - 95 58 93
https://www.terra-sigillata-museum.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Terra-Sigillata-Museum
erstellt:
19.06.2020
aktualisiert:
18.10.2023
Rheinzabern gehört zu den wenigen Orten der Pfalz, deren Geschichte bis in die Römerzeit zurückreicht. Unter dem Namen Tabernae wurde die Siedlung um 50 n. Chr. von Kaiser Claudius angelegt. Wegen der günstigen Lage an einer Heerstraße wurden mehrere Legionen hier stationiert. Außerdem gründete man eine Truppenziegelei. Erst 130 n. Chr. entdeckten die Römer, dass Tabernae perfekt geeignet war, regelrechtes Luxusgeschirr zu produzieren. Der Ton war von besonders guter Qualität und es gab ausreichend Brunnen und Brennholz. Man begann mit der Herstellung einer feinen, rotglänzenden Keramik, die unter dem Namen „Terra Sigillata“ bald bis nach England, Ungarn und auf die Krim versandt wurde. 260 n. Chr. wurde die Manufaktur von den Alemannen zerstört. Erst im Jahre 1818 lebte die Produktion noch einmal auf. Damals entdeckte der Maurermeister Johann Michael Kaufmann im Gebiet „24 Morgen“ einen römischen Teller. Ein Experte erkannte, dass es sich um ein wertvolles Stück handelt und ermunterte Kaufmann weiterzusuchen. Der Mauerer erkannte bald den Marktwert seiner Funde und begann schließlich die antiken Stücke selbst zu produzieren. Bald hatten Museen aus aller Welt „Kaufmann’sche Fälschungen“ in den Vitrinen stehen. Der Schwindel flog erst auf, als der Nichtlateiner die Inschrift eines Opfertellers völlig falsch abschrieb und diesen dutzendweise in Umlauf brachte. Später fand man an der Stelle der ersten, echten Kaufmannschen Funde gut erhaltene römische Brennöfen. Sie wurden mit Schutzbauten versehen und können besichtigt werden. Mitten in Rheinzabern liegt außerdem dass Terra-Sigillata-Museum mit zahlreichen (echten) Stücken aus dem rotglänzenden Material.
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