Matthias Süßen, Rendsburger_Hochbrücke-msu-0766-, CC BY-SA 4.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A7.

Rendsburg Eisenbahnhochbrücke
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erstellt:
24.02.2017
aktualisiert:
30.11.2023
Nieten traut man normalerweise nicht soviel zu. In diesem Fall kann man ihnen aber vertrauen. Seit über 90 Jahren halten Nieten die Eisenbahnhochbrücke in Rendsburg zusammen – insgesamt fast 3,2 Millionen Stück. Die Brücke muss auch viel aushalten, denn sämtliche Züge nach Dänemark fahren über sie hinweg. Die 17740 Tonnen Stahl, die in der Konstruktion stecken, sind gut angelegt. Allein für den Anstrich der ganzen Brücke sind 100.000 Kilo Farbe nötig. Und mit 68 Metern Höhe ist das Wahrzeichen von Rendsburg schon von weitem zu sehen. Gekostet hat die Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal stolze 13,5 Millionen Goldmark. 1911 begann der Bau unter der Leitung des Ingenieurs Friedrich Voß. Bald bekam er Ärger mit der Reichsbahn. Denn die weigerte sich, den Bahnhof Rendsburg, der dem Bau im Weg war, zu verlagern. So musste er zur Umgehung eine lange Schleife bauen, weil Züge nur eine bestimmte Steigung überwinden können. Das erklärt, warum die Brücke insgesamt 7,5 Kilometer lang ist. Sie wurde 1913 eingeweiht. Während Züge über die Brücke donnern, können Autos und Menschen mit der Schwebefähre den Kanal überqueren. Die Fähre, die an zwölf langen Seilen von der Brücke herabhängt, steht unter Denkmalschutz. Wer an einer Brücken-Führung teilnimmt, darf auch darin schweben. Die Hochbrücke überquert eine der am meisten befahrenen künstlichen Wasserstraßen der Welt, den Nord-Ostsee-Kanal. Ozeanriesen sind manchmal so hoch, dass sie ihren Schornstein umklappen müssen. Da reicht die „lichte“ Höhe von 42 Metern nicht aus.

 

 

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