Thomas Böhme, Wasserwanderrastplatz_an_der_Randow, Public Domain
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A11.
Randow - Bruch
erstellt:
31.05.2017
aktualisiert:
04.12.2023
Bruch, das niederdeutsche Wort bedeutet Sumpf. Das Randowbruch ist also das Sumpfland um den Fluss Randow. Der wurde in slawischer Siedlungszeit auch Lochnitza genannt, was soviel bedeutet wie „Fluss der Pfützen“, ein deutlicher Beleg für das Sumpfland. Entsprechend kann man eine Quelle nicht bestimmen. Nicht einmal die Fließrichtung der Randow ist eindeutig. Ungefähr von der Mitte des Randowbruchs aus fließt der Fluss in zwei Richtungen: nach Süden hin zur Welse und nach Norden zur Uecker. Man nennt dieses seltene Phänomen Bifurkation. Das Randowbruch ist heute durchzogen von zahlreichen Entwässerungsgräben. Ab 1905 begann die Trockenlegung des Sumpflandes. Im Winter saugt sich der Boden hier immer noch voll Wasser, kann aber durch die Abzugsgräben im Frühjahr schnell entwässert werden. Die Natur hier ist noch weitgehend intakt. Seeadler, Kraniche und Weißstörche sind heimisch. Die Gegend ist ideal zum Wandern, Radeln und Paddeln. Auch Angler, Windsurfer und Segler kommen auf ihre Kosten. Zusammen mit der Uecker stand die Randow Pate für den Namen des Landkreises Uecker-Randow. Kreisstadt ist Pasewalk. Entstanden um 1150 ist sie eine der ältesten Städte der Region. Die Architektur ist geprägt von Backsteingotik und Fachwerkhäusern. Typisch sind auch die Pflasterstraßen mit den alten Alleebeständen. Einer dieser alten Wege führt von Penkun durch das Randowbruch zum uckermärkischen Dorf Schmölln. Dort liegt der Räuberberg. Früher stand eine Burg auf der Bergspitze, der Wartturm ist heute noch zu sehen. Diese Burg, so heißt es, sei eine Räuberburg gewesen. Die Räuber hatten es abgesehen auf die Schiffe auf der Randow. Über den Fluss war ein Seil gespannt, sobald ein Schiff das Seil berührte, läutete in der Burg eine Glocke.
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