Tex8, Spitzendecke_aus_Plauener_Spitze, CC BY-SA 4.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A72.
Plauen Stadt der Spitze
Tourist-Information Plauen
Unterer Graben 1
08523 Plauen
info@schoeneck-vogtland.de
037464 330011
https://schoeneck-vogtland.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Plauener_Spitze
Unterer Graben 1
08523 Plauen
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037464 330011
https://schoeneck-vogtland.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Plauener_Spitze
erstellt:
01.07.2020
aktualisiert:
10.11.2023
Was anderen Städten Stahl und Steinkohle, das ist Plauen die Spitze. Feine filigrane Spitze wurde zum Motor der industriellen Entwicklung der sächsischen Stadt und machte sie weltweit bekannt. Auf der Pariser Weltausstellung gewann Plauener Spitze im Jahre 1900 den Grand Prix. Schon im 15. und 16. Jahrhundert stellten Tuchmacher und Baumwollweber in und um Plauen Stoffe her. Mit dem allmählichen Niedergang des Gewerbes suchte man im Vogtland nach neuen Einnahmequellen. Die Handplattstichstickerei wurde Anfang des 19. Jahrhunderts eingeführt, 1883 die ersten Schiffchenstickmaschinen aufgestellt. Unter dem Namen „Plauener Spitze“ beginnt die hier hergestellte Ätz- oder Luftspitze ihren Siegeszug um die Welt. Die maschinelle Herstellung des zarten Stoffes erlebt ihren Höhepunkt 1912. In diesem Jahr wird an 16 000 Stickmaschinen gearbeitet, in der Stadt leben fast 130 000 Einwohner, das sind fast doppelt so viele wie heute. Plauen wird Großstadt. Doch der Rausch der Spitze ist bald vorbei, schon zehn Jahre später hat die Stadt die meisten Arbeitslosen aller deutschen Großstädte. Der erneute Aufschwung beginnt mit dem Ende des Jahrzehnts. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges lebte die Industrie 1950 wieder auf. Heute sind über 60 Unternehmen in der Stadt tätig, die Spitze in die ganze Welt exportieren. Dazu gehören Gardinen und Tischdecken, Blusen und Dessous. Die ganze Geschichte der Spitzen- und Stickerei-Industrie wird im Plauener Spitzenmuseum erzählt. Von einer viel früheren Zeit erzählen die denkmalgeschützten Weberhäuser. Vor 500 Jahren sind sie vor den Toren der Stadt gebaut worden, damit Handwerker hier ihre „unreinen Gewerke“ wie Gerben, Färben und Walken ausüben konnten. Kunsthandwerkerinnen haben seit 2001 die Häuser als Werkstatt und Galerie wieder in Stand gesetzt, um ihren Verfall aufzuhalten.
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