Jan Sokol, Pirna_St_Marien_z_vrsku_DSCN2692, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A17.
Pirna
Kontakt TouristService im Canaletto-Haus
Am Markt 7 (Canaletto-Haus)
01796 Pirna
+49 (0) 35 01/ 55 64 47
https://www.pirna.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Pirna
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erstellt:
22.07.2017
aktualisiert:
13.11.2023
Es ging eigentlich um etwas ganz anderes. Aber trotzdem wird die Stadt in einer Urkunde erwähnt. Ein Priester aus Pirna ist als Zeuge aufgetreten. So wird die Stadt 1233 das erste Mal aktenkundig. Aus späteren Zeiten wissen wir mehr. Der böhmische König bestätigt fast hundert Jahre später das Stapelrecht. Das war einträglich, zwang es doch durchreisende Kaufleute, hier für einige Zeit ihre Ware anzubieten. Pirna liegt günstig, über die Elbe und über die nahe Fernstraße wurden Waren transportiert. Vom Wohlstand der Stadt zeugen viele Bürgerhäuser. Wer aufmerksam durch die Straßen läuft, stellt fest, dass viele Gassen rechtwinkelig verlaufen und ein Schachbrettmuster bilden. Betritt man die Marienkirche, bleibt man vor dem Hauptaltar stehen. Er ist zehn Meter hoch und aus Sandstein, für den die Stadt bekannt ist. Die dreischiffige Hallenkirche ist aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, während das ehemalige Dominikanerkloster wesentlich älter ist. Es wurde 1307 gegründet. Über der Stadt thront das Schloss. Als Festung sollte Sonnenstein die Stadt vor Angriffen schützen, was nicht immer gelang. So ist sie, inzwischen eine Heilanstalt für Geisteskranke, 1813 von französischen Truppen besetzt worden. Während der Befreiungskriege von der Herrschaft Napoleons hatte Pirna die zweifelhafte Ehre, den Franzosen zu beherbergen. Er wohnte zeitweilig im Marienhaus am Markt. Im Dreißigjährigen Krieg dauerte die schwedische Belagerung der Festung fünf Monate. Die Verwüstungen, die die Truppen in der Stadt anrichteten, sind als „Pirnsches Elend“ bekannt. Etwa 600 Einwohner kamen um. Die Stadt gilt auch als Tor zur Sächsischen Schweiz. Dort können die Nasen von Naturliebhabern frische Luft einatmen. Aber auch Weinfreunde benötigen ihre Nase, denn hier beginnt die Sächsische Weinstraße. Sie führt elbabwärts über Dresden bis nach Diesbar-Seußlitz.
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