Michel Schauch, Speere_Museum_Schöningen, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A2.
Paläon Schöningen
Forschungsmuseum Schöningen
Paläon 1
38364 Schöningen
info@palaeon.de
+49 (0) 53 52/ 96 91 40
http://www.palaeon.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Forschungsmuseum_Sch%C3%B6ningen
Paläon 1
38364 Schöningen
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http://www.palaeon.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Forschungsmuseum_Sch%C3%B6ningen
erstellt:
02.11.2016
aktualisiert:
17.11.2023
Langsam stapft der Urmensch über das knirschende Gras der Steppe. Erst geht er in die Ferne, wo Wildpferde grasen, dann wandert sein Blick über die steinerne Spitze eines Wurfspeeres. Was er hier lernt, ist die Jagd. Und das rund 300.000 Jahre nachdem es hier wirklich ernst für ihn geworden wäre, denn schon im nächsten Moment findet er sich im Schatten eines futuristischen Baus wieder, eine überdimensionale gläserne Fassade spiegelt den blauen Himmel über Niedersachsen. Unser „Urmensch“ ist der Besucher des Paläon Schöningen , und erlebt im Museum und Forschungszentrum gerade in einer interaktiven Ausstellung, wie hier in der Altsteinzeit der „homo heidelbergensis“ auf Jagd gegangen ist. Am Paläon liegt eine der bedeutendsten archäologischen Ausgrabungsstätten der Welt. Bis heute wird hier geforscht. In den Neunziger Jahren wurden im nahen Braunkohle-Tagebau die acht „Schöninger Speere“ gefunden. Sie sind bis heute die ältesten vollständig erhaltenen Jagdwaffen, von denen wir wissen. Eine archäologische Sensation, die unser Bild von den Steinzeitmenschen umkrempelte. Heute bieten die Speere mit weiteren Funden – wie den Knochen von Bären und sogar Waldelefanten - Besuchern des Paläon einen tiefen Einblick in die Urgeschichte der Menschheit in Europa. Zum Museum gehört auch eine 24 Hektar große Parkanlage, die nach Wäldern und Steppen der Altsteinzeit gestaltet wurden. Wildpferde grasen hier, wie vor 300.000 Jahren – sodass manch Besucher, ohne große Anstrengung, wieder zurückfindet zur Lebenswelt seiner steinzeitlichen Vorfahren.
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