--Xocolatl 23:19, 5 June 2006 (UTC), WaldkirchKirche, Public Domain
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A5.
Orgelstadt Waldkirch
Stadt Waldkirch
Marktplatz 1-5
79183 Waldkirch
postkorb@stadt-waldkirch.de
+49 (0) 76 81/ 40 40
http://www.stadt-waldkirch.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Waldkirch
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erstellt:
12.01.2017
aktualisiert:
04.10.2023
Wenn die Kirchenuhr zur vollen Stunde schlägt, setzt sich der Knödelfresser in Bewegung. Das heißt eigentlich nur sein Arm, der einen Knödel zum Mund führt. Und zwar so oft, wie es der Stundenzahl der Uhrzeit entspricht. Dazu öffnet der Knödelfresser den Mund und verdreht die Augen. Der Knödelfresser ist eine geschnitzte Figur, oft auf Uhren aus dem Schwarzwald zu finden. Er ist aber auch auf vielen Drehorgeln von Ignaz Bruder zu finden, der zusammen mit Mathias Martin den Orgelbau in Waldkirch begründete. Beide hatten das Orgelbauen anderswo gelernt, in Mainz, Straßburg und Rastatt. Mathias Martin war 1799 nach Waldkirch gekommen, um hier seine Orgel-Werkstatt aufzubauen. Bis zu seinem Tod 1825 baute er in Waldkirch mit seinen Söhnen 45 Orgeln, Ignaz Bruder ging bei ihm in die Lehre, eröffnete aber schon 1806 seine eigene Werkstatt. Bis ins 20. Jahrhundert entwickelte sich Waldkirch zum wichtigen Standort des Orgel- und Musikautomatenbaus. Noch heute bauen und restaurieren mehrere Firmen in Waldkirch Orgeln: Jäger & Bromme, Paul Fleck Söhne, Achim Schneider und Wolfram Stützle. Darüber hinaus findet alle drei Jahre das Waldkircher Orgelfest statt. Und auch das Elztalmuseum zur Geschichte der Stadt Waldkirch rückt den Orgel- und Musikautomatenbau in den Mittelpunkt seiner Sammlungen: Führungen und Konzerte zeigen die zum Teil ungewöhnlichen Instrumente immer wieder in Aktion. Einige der großen Orgeln sind zudem mit einem Münzautomaten versehen, sodass Besucher auch selbst die klanglichen Möglichkeiten der Instrumente erkunden können.
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