Vincent Eisfeld, Nordhausen_-_inner_city_by_Vincent_Eisfeld, CC BY-SA 4.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A38.

Nordhausen am Harz
Stadtinformation Nordhausen
Rautenstraße 6
99734 Nordhausen
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https://de.wikipedia.org/wiki/Nordhausen
erstellt:
12.11.2017
aktualisiert:
08.11.2023
Wer bei Nordhausen den Gedanken an ein Körner pickendes Huhn nicht loswird, der liegt nicht ganz falsch. Denn dieses Huhn hat einmal Werbung gemacht für Nordhäuser Doppelkorn. Tatsächlich hat das Kornbrennen in Nordhausen eine lange Tradition. Seit 1507 wird hier Schnaps gemacht. Zeitweise waren über einhundert Brennereien in der Stadt angesiedelt. Und weil man auf einem Bein nicht so gut stehen kann und lange Zeit ein Priem als die ideale Ergänzung zum Korn galt, hat die Stadt auch noch eine lange Tradition in der Herstellung von Kautabak. Die Firma Kneiff hatte hier ihren Sitz und begründete in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Ruf Nordhausens als „Metropole der Kautabaks-Fabrikation“. Immerhin stammte zeitweise fast jeder fünfte Priem aus der Stadt im Harz. Im Gegensatz zum Korntrinken ist das Kautabakkauen heute fast völlig in Vergessenheit geraten. In Nordhausen erinnert das Museum Tabakspeicher an die alte Industrie und Form des Tabakgenusses. Es mag so scheinen, als hätte man in Nordhausen zwar genussvoll, aber doch eher ungesund gelebt. Der Schein trügt. Denn 1867 wurde Nordhausen zum Ausgangspunkt der deutschen Vegetarierbewegung. Eduard Baltzer gründete hier den „Verein für natürliche Lebensweise“. Wahrzeichen der Stadt ist der Roland. Man kann ihn bei einem Bummel durch die gut restaurierte Altstadt gegenüber der Eingangshalle des neuen Rathauses bewundern. Er erinnert an die Reichsfreiheit der Stadt, die im 15. Jahrhundert sogar kurzfristig zur berühmten Hanse gehört hat.

 

 

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