Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A5 und der A45.

Naturpark Hoher Vogelsberg
erstellt:
13.01.2017
aktualisiert:
05.10.2023
Der Vogelsberg bietet Erholung in der freien Natur für fast jeden Geschmack. Dabei kann man nicht nur wunderbar ausspannen, sondern wirft auch einen tiefen Blick in die Erdgeschichte. Denn der Vogelsberg ist kein normaler Berg. Er ist ein 20 Millionen Jahre alter Vulkan, der nicht mehr aktiv ist. Er ist sogar der größte in Europa. Im Gegensatz zu anderen Vulkanen hatte er keinen zentralen Krater. Seine flache Form ähnelte eher einem Schild. Die Lava wurde durch viele Spalten an die Oberfläche gepresst, dass deswegen die bizarre Landschaft mit Plateaus, Mulden und tiefen Tälern entstanden ist. In einer Beschreibung des Vogelsbergs aus dem Jahr 1865 heißt es: "Der Vogelsberg in seiner Abgeschlossenheit ist einem frischen, gesunden Mägdlein vom Dorfe vergleichbar, das den Typus erhalten hat, den ihm seine Heimat gegeben, und neben der stolzen, in Samt und Seide und allerlei Kostbarkeit prangenden Städterin in ihrer Überfeinerung kann dem unverdorbenen Geschmack auch das treue Auge, die blühende Wange und das naive, neckisch fröhliche Wesen eines Naturkindes gefallen.“ Wer die Spitze der zweithöchsten Erhebung des Gebietes, den 764 Meter hohen Hoherodskopf, erklimmt, sollte dort das ganzjährig geöffnete Naturschutz-Informationszentrum Vogelsberg besuchen. Es bietet vielfältige Einblicke in die Pflanzen- und Tierwelt des Vogelsbergs und erklärt seine Entstehung. Wenn Sie weder an einen Regenschirm noch an wasserabweisende Kleidung gedacht haben, erfahren Sie dort auch, warum sie wahrscheinlich nass geworden sind: Der Vogelsberg ist nämlich einer der größten natürlichen Wasserspeicher Deutschlands. Pro Jahr regnet es hier an etwa 150 Tagen. Feuer und Wasser treffen hier am Vogelsberg auf eine faszinierende Art und Weise zusammen.

 

 

« zurück zur Startseite Reisen