Nature moments, Nationaler_Geotop_-_Feldberger_Seen_-_Blick_vom_Reiherberg_zum_Haussee, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A20.

Naturpark Feldberger Seenlandschaft
Touristinformation und Kurverwaltung
Strelitzer Str. 42
17258 Feldberger Seenlandschaft
willkommen@feldberg.de

+49 (0) 3 98 31/ 27 00

http://www.feldberger-seenlandschaft.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Naturpark_Feldberger_Seenlandschaft
erstellt:
05.10.2017
aktualisiert:
05.12.2023
„Heilige Hallen“ kommen manchmal auch ohne Dach aus. Wie der Buchenwald im Naturpark Feldberger Seenlandschaft. Im 19. Jahrhundert tauchte dieser Name auf, weil die hoch gewachsenen Stämme an gotische Kathedralen erinnerten. Im ältesten Buchenwald Deutschlands werden schon seit langer Zeit keine Bäume mehr eingeschlagen. Es heißt, das das so ist, seitdem Georg, Großherzog von Mecklenburg-Strelitz, ein Gedicht über den Wald schrieb und befahl, den Bestand nicht mehr zu nutzen. Heute verfällt er, aber in den Lücken wachsen neue Bäume, so dass sich langfristig ein Urwald entwickeln kann. Landschaft satt gibt es im Naturpark, von jedem etwas: Wälder, sandige Ebenen, Binnendünen, klare Seen und versteckte Moore. Und wer sich auskennt, erkennt die vollständige Abfolge der Formen, die sich in der Eiszeit gebildet haben. Grund- und Endmoräne, Sander und Urstromtal, im Park ist alles vorhanden. Die fruchtbaren Böden der Grundmoräne im Norden werden landwirtschaftlich genutzt, während sich im Süden im Raum Feldberg Endmoränen anschließen, die vor allem mit Wald bedeckt sind. Südlich davon finden sich die Sander, das sind flache, fächerförmige Schotter- und Sandflächen. Heute wachsen hier großflächig Kiefern. Das Flusssystem der Havel wiederum ist aus einem Urstromtal hervorgegangen. Auch die Formen der Seen verdanken sich der Eiszeit. Der Schmale Luzin ist ein klassischer Rinnensee. Er wirkt mit seinem bis zu 40 Meter hohen Steilufer wie ein Flusstal, während der Breite Luzin einen ganz anderen Charakter aus der Vorzeit mitgebracht hat. Nicht nur Menschen finden in der Natur Erholung, auch viele Tiere und Pflanzen benötigen die intakten Lebensräume. Fischotter und Biber fühlen sich in den sauberen Seen und naturnahen Fließgewässern sauwohl. Etwas ganz Besonderes ist der Schreiadler, der im Naturpark seine westlichste Verbreitungsgrenze hat.

 

 

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