Ökologix, Heckrinder_NP_Unteres_Odertal_24.07.11, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A11 und der A20.

Nationalpark Unteres Odertal
Besucherzentrum des Nationalparks Unteres Odertal Criewen
Park 2
16306 Schwedt/Oder
nationalpark-unteres-odertal@nlpvuo.brandenburg.de

+49 (0) 33 32/ 26 77 24 4

http://www.nationalpark-unteres-odertal.eu
https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Unteres_Odertal
erstellt:
02.06.2017
aktualisiert:
11.12.2023
Der Nationalpark "Unteres Odertal" erstreckt sich auf einer Länge von 60 Kilometern entlang der unteren Oder. Dabei überschreitet er sogar die Grenze zu Polen. Auf deutscher Seite befindet sich eine über 17.000 Hektar große Pufferzone, die als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen wurde. In Polen hingegen wird das Schutzgebiet durch zwei Landschaftsschutzparks ergänzt. Ingesamt steht so eine Fläche von fast 1200 Quadratkilometern unter Schutz. Die heutige Landschaft verdankt ihr Aussehen der Gletscherschmelze am Ende der letzten Eiszeit vor 15.000 Jahren. Typisch sind die Flussauen der Oder, die natürliche Überschwemmungsgebiete bilden. Vor allem für Vögel bieten die Auen und die angrenzenden Wälder ideale Lebensbedingungen. Im Herbst rasten hier etwa 3.000 Kraniche - es bietet sich ein faszinierendes Naturschauspiel. Besonders gut kann man den Nationalpark auf dem Fahrrad oder bei einer Wanderung erkunden. Auch Bootsfahrten auf der Oder sind möglich. Im Städtchen Criewen findet man das Besucherinformationszentrum. Die Region liegt im Übergangsbereich der beiden Hauptklimazonen Europas. Das führt zu ganz besonderen Wetterbedingungen. Die Jahresschwankungen der Lufttemperatur sind außerordentlich hoch. Die Zahl der Frost- und Sonnentage ähnelt den kontinentalen Klimadaten wie sie etwa in der Ukraine herrschen. Von Bedeutung ist auch die Niederschlagsverteilung im Jahreslauf. Im Unteren Odertal fällt im Februar am wenigsten Regen, dafür ist der Juli besonders regenreich - an der Atlantikküste sieht es da schon ganz anders aus. Eine Folge dieses Übergangsklimas war das tragische Oderbruch-Hochwasser, das im Juli 1997 bundesweit für Schlagzeilen sorgte. So tragisch das Ereignis für die Anwohner war, zeigten die Deutschen damals auch eine besonders schöne Seite: eine bis dahin nicht bekannte Spendenbereitschaft sorgte dafür, dass den Betroffenen schnell geholfen werden konnte.

 

 

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