A. Köppl, Bild_Maria_Bildhausen_2011_07, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A71.

Münnerstadt Maria Bildhausen
Kloster Maria Bildhausen
Maria Bildhausen 1
97702 Münnerstadt
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erstellt:
23.06.2020
aktualisiert:
12.02.2023
Mürscht hat’s Geld. So hieß es im Mittelalter in Münnerstadt. Da war die Stadt im heutigen Landkreis Bad Kissingen so wohlhabend, dass die reichen Bürger Künstler wie Tilmann Riemenschneider und Veit Stoß beauftragen konnte, ihre Kirche auszuschmücken. Seit Urzeiten wird hier in der Vorderrhön gesiedelt. Die Kelten, Thüringer und die Franken haben im heutigen Stadtgebiet von Münnerstadt gelebt. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 770. 1156 stiftet Hermann von Stahleck das Zisterzienserkloster Maria Bildhausen, damals freilich gehörte das Kloster noch zu Kleinwenkheim. Münnerstadt wächst schnell. Die Grafen von Henneberg fördern Handel und Handwerk und der Kaiser verleiht dem Ort 1335 die Stadtrechte. Bald schon wollen die reichen Bürger die Herrschaft abschütteln und reichsfrei werden. Aber ein Aufstand scheitert. Das war auch 200 Jahre später bei der Reformation so. Die Gedanken Luthers finden in Münnerstadt begeisterte Anhänger. Die rotten sich zusammen und brennen 1525 das Kloster Maria Bildhausen nieder. Der Aufstand des „Bildhäuser Haufens“ wird blutig niedergeknüppelt. Erst 100 Jahre später wird das Kloster wieder aufgebaut. Heute werden in der sanierten Anlage behinderte Menschen betreut. Auf den ehemaligen Ländereien des Klosters liegt heute einer der größten Golfplätze Deutschlands.

 

 

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