User:Jarlhelm, Liebfrauenmünster_Wolframs-Eschenbach, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A6.

Minnesängerstadt Wolframs-Eschenbach
Museum Wolfram von Eschenbach
Wolfram-von-Eschenbach-Platz 9
91639 Wolframs-Eschenbach
info@wolframs-eschenbach.de

+49 (0) 98 75/ 9 75 50

http://www.wolframs-eschenbach.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Wolframs-Eschenbach
erstellt:
24.01.2017
aktualisiert:
26.05.2023
„Zum Schildesamt bin ich geboren.” So hat Wolfram von Eschenbach sich in seinem weltberühmten Versroman „Parzival” einmal selbst beschrieben: als Ritter. Tatsächlich gibt es von ihm nur eine Abbildung und da ist er als Ritter zu sehen. Allerdings wäre es doch relativ untypisch fürs Mittelalter, wenn ein Ritter zugleich auch ein Dichter gewesen wäre. Heldentaten sind von Wolfram von Eschede auch nicht bekannt – weltbekannt ist er nur für seinen Roman über den Heiligen Gral. Über Wolframs Leben weiß man ansonsten auch nur wenig. Er reiste durch Bayern und Schwaben, die Steiermark und Thüringen. Auf der Wartburg hat er seinen großen Zeitgenossen Walther von der Vogelweide kennengelernt. Wo wurde er aber geboren? Darüber hat es lange Streit gegeben. Allein 30 bayerische Ortschaften haben um diese Ehre gestritten. Das ganze ist so ausgeufert, dass der Bayrische König einschreiten musste. So ließ Bayernkönig Maximilian II. Mitte des 19. Jahrhunderts die Frage durch eine wissenschaftliche Kommission klären. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass er im südöstlich von Ansbach gelegenen Eschenbach geboren wurde. König Maximilian stiftete dem Örtchen daraufhin ein Denkmal des Dichters mit Harfe und Schwert. Die anderen Örtchen mussten sich damit arrangieren. Und seit 1917 heißt Eschenbach höchst offiziell Wolframs-Eschenbach. Das moderne Wolframs-Eschenbach hat sein mittelalterliches Stadtbild bewahrt. Sehenswert ist das Liebfrauenmünster aus dem 13. Jahrhundert, eine der ältesten gotischen Hallenkirchen. Das Münster erinnert daran, dass Eschenbach lange Zeit im Besitz des Deutschen Ordens war. Im 15. Jahrhundert soll auch das Grab Wolframs noch in der Kirche zu sehen gewesen sein. Heute ist davon leider nicht mehr viel zu erkennen.

 

 

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