Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A94.
Massing Freilicht- und Berta-Hummel-Museum
Berta-Hummel-Museum
Berta-Hummel-Straße 2
84323 Massing
info@hummelmuseum.de
08724 960250
https://www.badbirnbach.de/
Berta-Hummel-Straße 2
84323 Massing
info@hummelmuseum.de
08724 960250
https://www.badbirnbach.de/
erstellt:
07.07.2020
aktualisiert:
23.05.2024
Das Freilichtmuseum Massing gibt Einblick in den bäuerlichen Alltag von Niederbayern. Fünf alte Bauernhöfe wurden aus umliegenden Gebieten, nach Massing versetzt. Das erste davon wurde vor mehr als 250 Jahren erbaut und damit durch das Engagement der Ortsansässigen vor dem Abriss bewahrt. Neben den Häusern selbst, sind Gegenstände aus dem Alltag des bäuerlichen Lebens, aber auch Kunst und Kreatives, zu sehen. Von der geflickten Arbeitsschütze, über bemalte Schränke, Gesticktes und Gedrechseltes bis hin zu Traktoren und einer Spinnmaschine – die Exponate machen die Vergangenheit lebendig. Zum Freilichtmuseum gehört auch das Berta-Hummel-Haus. Dort lassen sich die sogenannten „Hummelfiguren“ anschauen. Das sind Figuren von kleinen pausbäckigen, selig lächelnden Kindern. Sie sind benannt nach der Frau, die sie entwarf: Berta Hummel. In einer Dauerausstellung wird ihr Leben und Werk dokumentiert. Der Lebenslauf dieser Frau erstaunt. Sie wurde 1909 in Massing geboren. Nach dem Studium der Angewandten Kunst in München entschied sich Berta Hummel ins Kloster einzutreten. Als Schwester Maria Innocentia entwarf sie im württembergischen Kloster Saulgau Motive für ihre Kinderzeichnungen. Basierend auf ihren Zeichnungen fertigte die Firma Goebel die Keramikfigürchen an. Diese machten die Zeichnerin über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste Berta Hummel ihr Kloster verlassen. Es diente Flüchtlingen als Unterkunft. Nach einigen Wochen konnte sie jedoch zurückkehren, und das Zeichnen fortsetzen. Ihre Arbeit trug maßgeblich zum finanziellen Überleben des Klosters bei.
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