Steffen 962, 2011_Maintal_014_Kirche_Glasofen, CC0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A3.

Marktheidenfeld
Touristinformation
Luitpoldstraße 17
97828 Marktheidenfeld
info@marktheidenfeld.de

+49 (0) 93 91/ 50 04 0

http://stadt-marktheidenfeld.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Marktheidenfeld
erstellt:
28.11.2016
aktualisiert:
30.03.2023
Der Ort Marktheidenfeld liegt an den Flüssen Main und Spessart, aber auch direkt neben Erlenbach und Lengfurt. Dort, wo die drei Gemeinden aufeinandertreffen, liegt ein großer Grenzstein. Bekannt und berühmt ist diese Gegend, weil sich dort ein Geist herumtreiben soll: der Mohrenhans. Vor hunderten von Jahren wurde er als Geizhals bekannt. Während eines unfruchtbaren Jahres, half er seinen Nachbarn nicht aus. Selbst seine Frau und sein Kind mussten verhungern - wollte er doch durch die Dürre noch reicher werden. Für die damalige Menge von einem Malter, heute sind das etwa 150 Liter, wollte der Mohrenhans acht Taler haben. Doch alles kam anders. Aus anderen Regionen kamen große Mengen Getreide. Der Preis fiel um die Hälfte. Der Mohrenhans stand nun geprellt und einsam da. Aus Frust bracht er sich um. Seine anderen Verwandten begruben ihn bei der Kirche im Ort. Doch Ruhe hat der Geizhals seitdem nicht gefunden und spuckt durch die Innenstadt. Hier gibt es historische Fachwerkshäuser, enge Gassen, aber auch moderne Architektur. Mittendrin sind viele kleine und große Geschäfte, Restaurants und Cafés. Von den Gassen gibt es neun Stück. Sie alle führen zum Mainkai und zum Main. Ein besonderes Bauwerk der Stadt ist die St. Laurentius Kirche. In den letzten 700 Jahren wurde immer an ihr gebaut. Es gibt vier verschiedene Bauabschnitte in verschiedenen Stilen, aus unterschiedlichen Epochen. Direkt daneben steht das Franck-Haus. Franz Valentin Franck war ein reicher Weinhändler und Kaufmann. 1745 hat er das Gebäude bauen lassen. Es ist geprägt von der barocken Schaufassade. Das Erdgeschoss wurde für den Weinhandelbetrieb genutzt. Die Räume oben drüber dienten als Wohnraum. Ein Weinkeller darf natürlich nicht fehlen. Heute gilt das Haus als kulturelles Zentrum der Stadt. Hinter dem Franck-Haus befindet sich eine Schauschmiede. Mit originalen Werkzeugen aus dem letzten Jahrhundert kann man sehen, wie damals das Schmiedehandwerk ausgeübt wurde.

 

 

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