A.Savin (WikiCommons), Thuringia_asv2020-07_Friedrichroda_Cave_img10,



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A4.

Marienglashöhle Friedrichroda
Marienglashöhle Friedrichroda
B88
99894 Friedrichroda
info@marienglashoehle.de

+49 (0) 36 23/ 31 16 67

http://www.marienglashoehle-friedrichroda.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Marienglash%C3%B6hle
erstellt:
03.01.2017
aktualisiert:
09.11.2023
Haben Sie schon mal aus einem Marienglas getrunken? Vermutlich nicht, denn mit Glas hat Marienglas nichts zu tun. Es handelt sich um Gipskristalle. Das Material ist recht weich und lässt sich leicht spalten. Dünne Platten dieses Materials sind durchsichtig und reflektieren einfallendes Licht ganz hervorragend. Deshalb werden Gipskristalle seit alters her zum Schmücken von Kirchen und Altären verwendet. Vor allem dort, wo Kerzen brennen, wird das Material eingesetzt, z. B. bei Gemälden der Gottesmutter Maria. Daher der Namen Marienglas. Ein älterer Name für die Gipskristalle ist „Fraueneis“ und steht für die Reinheit und Jungfräulichkeit einer Frau. 1778 begann der Gipsabbau in Friedrichroda. Der Gipsstein wurde gebrannt und als Stuckgips verkauft. Dabei stießen die Bergleute 1784 auf die Kristallgrotte mit dem Marienglas. Über 100 Jahre wurden Gips und Gipskristalle abgebaut. 1903 wurde der Bergbau eingestellt und das Schaubergwerk „Marienhöhle“ eingerichtet. Während des 2. Weltkrieges fielen die Besichtigungen aus. Die Stollen liefen voll Wasser. Erst 1967/68 konnte die Marienglashöhle nach umfänglichen Restaurierungsarbeiten wieder eröffnet werden. Heute erwartet den Besucher eine der schönsten Kristallgrotten Europas und ein geheimnisvoller Höhlensee. Das Schaubergwerk informiert auch über die Geschichte des Bergbaus um Friedrichroda. Zu einem Besuch unter Tage gehören auch Feuerzangenbowle oder Zwergentee. Und zwar aus einem richtigen Glas.

 

 

« zurück zur Startseite Reisen