Marcus Budde, BurgenManderscheidSSW, CC BY 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A1.
Manderscheider Burgen
Tourist Information Manderscheid
Grafenstraße 21
54531 Manderscheid
manderscheid@gesundland-vulkaneifel.de
+49 6572 998 9005
https://www.gesundland-vulkaneifel.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Manderscheider_Burgen
Grafenstraße 21
54531 Manderscheid
manderscheid@gesundland-vulkaneifel.de
+49 6572 998 9005
https://www.gesundland-vulkaneifel.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Manderscheider_Burgen
erstellt:
14.10.2016
aktualisiert:
19.10.2023
Die Vulkaneifel ist eine wildromantische Gegend: Felsige Schluchten, tiefe Maare und schroffe Vulkanberge lassen 45 Millionen Jahre Erdgeschichte lebendig werden. Hier liegen, mitten im Liesertal, die Manderscheider Burgen. Eine Serpentine führt durch dichten Laubwald einen Vulkanhang hinauf – und dann liegen sie plötzlich vor einem: die Ober- und die Niederburg, zwei wuchtige Zeugen des Mittelalters, dicht zusammengedrängt im engen Tal. Trotz ihrer Nähe zueinander waren die Burgen einst bitter verfeindet. Beide Burgen waren früher im Besitz des Klosters Echternach. Weil Geistliche im Mittelalter aber keinen weltlichen Besitz verwalten durften, setzten die Mönche auf der Niederburg Rechtsbeistände ein. Diese jedoch wollten sich von ihren Herren bald nichts mehr sagen lassen – und so kam es, dass die Burgherren sich belauerten, belagerten und bekämpften. Einen schauerlichen Fund machte man auf der Niederburg im Jahr 1844: In einem engen Hohlraum saß ein eingemauertes Skelett. Zu seinen Füßen stand eine kleine Wasserschale aus Ton. Die Legende besagt, dies sei die Tochter eines Burgherren gewesen. Besagter Burgherr soll die niederen Stände verachtet haben. Seine Tochter hingegen teilte diese Verachtung nicht. Und als er sie mit einem Dienstboten überraschte, hat er diesen - so lautet die Geschichte - sofort töten lassen. Die Tochter aber wurde eingemauert und über ein kleines Loch in der Decke mit Essen versorgt, bis der Tod sie erlöste. Bis ihr Skelett beerdigt wurde, soll sie im alten Wachturm gespukt haben. Das Mittelalter war aber nicht nur grausam. Die fröhlichen Seiten des Zeitalters werden jedes Jahr auf dem Burgfest am letzten Augustwochenende lebendig, wenn sich auf der Burg Gaukler und Ritter zu einem buntem Treiben treffen.
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