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Magdeburger Börde
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erstellt:
02.11.2016
aktualisiert:
17.11.2023
Ihr Kapital ist der Boden. Die außerordentlich fruchtbaren Schwarzerdeböden werden schon seit vielen tausend Jahren bebaut. Die Qualität des Bodens in der Magdeburger Börde ist eine der höchsten in Deutschland. Ihre wirtschaftliche Blütezeit begann mit der Zuckerrübe. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts fingen die Bauern an sie anzubauen. Aber auch Weizen und Gerste gediehen prächtig auf den Feldern. Schon in der Jungsteinzeit vor 7000 Jahren gab es hier bäuerliche Siedlungen. Auch in der Eisen- und Bronzezeit sind Bauern auf der Suche nach fruchtbaren Böden hier gerne ansässig geworden. Von der frühen Zeit zeugt der frühneolithische Siedlungsplatz Eilsleben-Vosswelle. Umfangreiche Ausgrabungen beweisen, dass die Magdeburger Börde zu den nördlichsten Gegenden in Deutschland gehört, wo sich damals schon Menschen niederließen. Noch älter sind die Zeugnisse, die beim Kiesabbau im Elbetal oder im Braunkohletagebau zwischen Helmstedt und Schöningen gefunden wurden. Sie deuten darauf hin, dass hier möglicherweise schon in der Alt- und Mittelsteinzeit Menschen gelebt haben. Im Spätmittelalter sank die Zahl der Siedlungen beträchtlich. Wie viele andere Gegenden auch machte die Börde eine „Wüstungsphase“ durch, in der die Bewohner ihre Hofstellen aufgaben, um sich in größeren Siedlungen wieder niederzulassen. Durch die Magdeburger Börde hindurch führt die Straße der Romanik. Viele Kirchen, aber auch die eine oder andere Burg zeigen den kulturellen Reichtum der Gegend. Das bäuerliche Leben vieler Jahrhunderte kann man im Börde-Museum nachvollziehen, das sich auf der mittelalterlichen Burg Ummendorf befindet. Dort sind technische Geräte vom Wanzleber Pflug bis zu Dampfpflug-Lokomobilen ausgestellt. Auch über die Verarbeitung von Getreide, die Technik von Mühlen und den Kali-Bergbau im oberen Allertal erfährt man viel Wissenswertes. Nicht zuletzt kann man im Kräutergarten des Museums frische Luft schnappen und über 400 Kultur- und Wildpflanzen kennenlernen.

 

 

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