Wikimedia Commons, Felsenlabyrinth_24_db, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A93.

Luisenburg Felsenlabyrinth
Tourist-Information
Jean-Paul-Straße 5
95632 Wunsiedel
touristinfo@wunsiedel.de



https://www.wunsiedel.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Luisenburg-Felsenlabyrinth
erstellt:
07.07.2020
aktualisiert:
10.01.2024
Auf dem Kösseinestock, in einer rauen Berglandschaft, lagen einst zwei Burgen. Eine davon war die Luxburg. Unterhalb der Festung verlief eine wichtige Straße, die von Schurbach nach Asch führte. Vermutlich bestritten die Bewohner der Burgen ihren Lebensunterhalt, indem sie Handelszüge durch das felsige Gebiet geleiteten und dafür Wegzoll verlangten. Als die Besiedelung des Fichtelgebirges fortschritt, wichen die Kaufleute auf bequemere Routen aus. Die Burginsassen begannen nun, den Kaufleuten aufzulauern und sie auszurauben. Eines Tages wurden sie jedoch von den Bewohnern des nahen Eger besiegt und ihre Burgen zerstört. Obwohl das Gebiet jetzt sicher war, wurde es weiterhin von jedermann gemieden. Als Goethe die Landschaft 1785 besuchte, musste er sich seinen Weg noch durch unwegsames Gestrüpp bahnen. Ihn interessierten die bizarren Felsformationen der Gegend und er mühte sich lange mit der Frage ab, wie die Steine so wild und chaotisch übereinander stürzen konnten. Als Goethe 1820 zurückkehrte, dürfte er sich die Augen gerieben haben. Ein Wunsiedeler Gesellschaftsverein hatte die Gegend um die Luxburg nach und nach in eine Parklandschaft verwandelt. Der Ort wurde nun für glanzvolle Feste genutzt, mitten im Felsengarten hatte man einen intimen Theaterplatz angelegt. Sogar die Burg hatte man umbenannt: Nach der beliebten preußischen Königin hieß sie nun Luisenburg. Das Felsenlabyrinth wurde in den folgenden Jahrzehnten zu einer der beliebtesten Attraktionen des Fichtelgebirges, die Theaterkulisse zwischen den Felsen wurde die erste Naturbühne Deutschlands. Seit 1890 werden hier jeden Sommer Freiluftfestspiele veranstaltet. Noch heute zieht diese Attraktion pro Jahr über 100000 Besucher in die Region.

 

 

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