Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A4.

Lausitzer Karpfenteichregion
erstellt:
15.11.2023
aktualisiert:
25.07.2024
In der Lausitz hat ein Tier besonders Tradition: der Karpfen. Genauer: der Spiegelkarpfen. Schon seit dem 13. Jahrhundert wird hier Karpfenzucht betrieben. Und das schon immer mit großem Erfolg. Weil auch an den zahlreichen Fastentagen Fisch gegessen werden durfte, hatten die Lausitzer Fischbauern ganzjährig eine wichtige Einnahmequelle. Sogar an das sächsische Königshaus wurde damals der Fisch geliefert, auch wegen der besonderen Qualität. Auf diese Qualität wird auch heute, 750 Jahre später, noch mit großer Sorgfalt geachtet. Denn in Zusammenarbeit der Regionen Oberlausitzer Heide und Teichlandschaft, Östliche Oberlausitz und Lausitzer Seenland ist die KARPFENTEICHREGION OBERLAUSITZ entstanden. Die Regionen arbeiten zusammen, um regionalen Fisch anzubieten, der naturnah gefüttert wird und vor der Abfischung mindestens drei Sommer in den Teichen bleiben kann. Ist der Zeitpunkt des Fischens dann einmal gekommen, lohnt es sich besonders, die Lausitz zu besuchen, denn dann findet das Highlight des Jahres statt: die Lausitzer Fischwochen. In diesem Event, das jedes Jahr im Herbst stattfindet, kann nicht nur das Fischen selbst beobachtet werden, sondern auch zahlreiche gastronomische Gerichte ausprobiert werden, wie zum Beispiel die grätenfreien Karpfenfilets. Wie sehr die Region sich auch dann lohnt, wenn man nicht so sehr von Wasserkreaturen begeistert ist, zeigt die Auszeichnung der Lausitzer Karpfenteichregion als UNESCO-Biosphärenreservat. Denn das größte geschlossene Teichgebiet Europas bietet durch die schonende Bewirtschaftung inzwischen einen Lebensraum für besonders viele seltene Tiere und Pflanzen.

 

 

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