Bgabel, BW-badfriedr-salz-schacht, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A6.
KZ Gedenkstätte Salzbergwerk Bad Friedrichshall
Miklos Klein Stiftung
Vorstand D. Ernst
K. Rieixinger
c/o Bürgermeisteramt
Rathausplatz 1
74177 Bad Friedrichshall
http://www.kz-kochendorf.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Salzbergwerk_Bad_Friedrichshall#KZ-Gedenkst%C3%A4tte_Bad_Friedrichshal
Vorstand D. Ernst
K. Rieixinger
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http://www.kz-kochendorf.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Salzbergwerk_Bad_Friedrichshall#KZ-Gedenkst%C3%A4tte_Bad_Friedrichshal
erstellt:
20.05.2021
aktualisiert:
18.07.2024
Als ab Sommer 1944 die Front im Südwesten Deutschlands immer näher kam, wurden einige Konzentrationslager und ihre Außenlager geräumt. Dafür wurden an anderen Stellen in Deutschland Konzentrationslager errichtet, so auch in Kochendorf, einem Ortsteil von Bad Friedrichshall. Es war ein Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof. Der Standort des Lagers wurde bewusst gewählt, da sich in der Nähe das Salzbergwerk Bad Friedrichshall befand. Der Jägerstab empfand das Bergwerk als perfekten Standort, um eine Rüstungsproduktion unter Tage aufzubauen, die zusätzlich vor Bombenangriffen geschützt wäre. Und so mussten ab 1944 mehrere hundert Häftlinge in Zwangsarbeit Salzkammern für die Rüstungsproduktion vorbereiten und später auch selbst beispielsweise Flugzeugturbinen herstellen. Wann genau die Rüstungsproduktion startete, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. In den sieben Monaten, in denen das KZ bestand, wurden mindestens 200 Häftlinge im Lager selbst getötet. Arbeitsunfähige Häftlinge wurden nach Dachau abtransportiert. Auch als die Alliierten im März 1945 immer näher kamen, wurde der Weg Richtung KZ Dachau eingeschlagen. 400 gehunfähige Häftlinge wurden in Güterwaggons abtransportiert, die restlichen wurden auf einen Todesmarsch geschickt. Auf dem Marsch, der 270 Kilometer lang war, starben noch einmal 213 Häftlinge. Das Lager selbst ist heute nicht mehr sichtbar, nur ein Gedenkstein erinnert an die Qualen. Im Salzbergwerk wurde 50 Jahre nach Kriegsende eine Gedenkstätte für die Getöteten des KZ Kochendorf eingerichtet. Genau in den Räumen, in denen Häftlinge Flugzeugturbinen herstellen mussten. Zu der Ausstellung über die Opfer ist inzwischen auch eine Galerie über die Täter hinzugekommen. Zu sehen sind elf Personen, die für die Tötung der Menschen im KZ Außenlager Kochendorf verantwortlich sind.
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