Glindow at German Wikipedia, 27_Stehbunker_oder_SS-Unterstand_am_Eingangsbereich, CC BY-SA 3.0 de
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A38.
KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
Kohnsteinweg 20
99734 Nordhausen
kontakt@jfd-ev(dot)org
+49 (0) 3631/ 495 817
https://www.buchenwald.de
https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Mittelbau-Dora
Kohnsteinweg 20
99734 Nordhausen
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+49 (0) 3631/ 495 817
https://www.buchenwald.de
https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Mittelbau-Dora
erstellt:
12.11.2017
aktualisiert:
08.11.2023
Das Konzentrationslager Dora wurde Ende August 1943 eingerichtet als Außenstelle des Konzentrationslagers Weimar-Buchenwald. Vorausgegangen war die Zerstörung der Heeresversuchsanstalt in Peenemünde, wo bis dahin die Raketen der Wehrmacht gebaut worden waren. KZ-Häftlinge aus Buchenwald mussten das Stollensystem des Bergs Kohnstein ausbauen zu einer riesigen Produktionsanlage unter Tage. Ab 1944 wurden die V1 und V2 Raketen unterirdisch in Dora produziert. 1944 wurde das Lager, das noch 40 eigene Außenstellen unterhielt, in Mittelbau umbenannt. Daher der Name „Mittelbau-Dora“. Die Zustände in den Stollen waren katastrophal. Das Wasser troff von den Wänden. Die ständigen Sprengungen, das Krachen und der Staub machten den Gefangenen das Leben zur Hölle. Viele starben schon nach wenigen Wochen unter den mörderischen Arbeits- und Lebensbedingungen. Erst im Frühjahr 1944 wurde ein oberirdisches Barackenlager gebaut. Bis dahin lebten die Gefangenen komplett unter Tage. Von den 60.000 Häftlingen Doras kamen 20.000 ums Leben. Bei aller Brutalität, der die Gefangenen ausgesetzt waren – es gab eine gut organisierte Widerstandsgruppe in Dora. Den halb verhungerten Gefangenen gelang es immer wieder, den Bau der Raketen zu sabotieren. Fast die Hälfte der Raketen war unbrauchbar. Im November 1944 wurden mehrere Güterzüge aus Dora von der Wehrmacht zurückgeschickt: „Unbrauchbar, Sabotage.“ Daraufhin wurden Dutzende von Gefangenen bestialisch ermordet. Heute erinnert in Dora eine Gedenkstätte an den braunen Terror und das Leiden der Gefangenen. Führungen im Lagergelände und in den Stollenanlagen sind möglich.
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