Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A72.

Kurbad Schlema
Kurbad Schlema
Richard-Friedrich-Straße 7
08301 Bad Schlema
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erstellt:
01.07.2020
aktualisiert:
10.11.2023
Wer die Zwickauer Mulde Richtung Süden verfolgt, trifft bald auf Schlema. Der Ort südöstlich von Zwickau ist in vielen Jahrhunderten durch den Bergbau geprägt worden. Als der Kalte Krieg ziemlich heiß war, baute man in Schlema Uran ab, es waren fast 75 000 Tonnen. Das sind mehr als ein Drittel der jemals in der DDR geförderten Menge. Über diese Zeit informiert das Kulturhaus „Aktivist“ umfassend. Aber heute ist es damit vorbei. Schlema kann wieder an eine ältere Tradition knüpfen, denn bis 1946 war es ein Kurbad von internationalem Ruf. Verholfen hatte dem Ort dazu das Radon. Bei der Eröffnung des Bades 1918 waren die Radonwässer in Schlema nämlich die stärksten der Welt, die natürlich vorkamen. Als Bade-, Trink- und Einatmungskuren heilten sie viele Kranke oder linderten zumindest ihre Schmerzen. Seit 2004 darf sich der Ort wieder Radonheilbad nennen. Rheuma, Arthrose, Atemwegserkrankungen und Neurodermitis sind nur einige Erkrankungen, mit denen Menschen nach Schlema kommen. Lebendig erzählt die Radiumbad-Ausstellung die Geschichte des Kurbades. Angefangen mit dem Bergbau hatte es aber schon viel früher. Zunächst baute man Eisen und Kupfer ab, im 15. Jahrhundert war es dann das Silber. Die hier geförderten Erze sind in den Hammerwerken und Schmelzhütten verarbeitet worden. Für den Transport von Gruben- und Brennholz aus den Wäldern des Erzgebirges entstand Mitte des 16. Jahrhunderts der Floßgraben, der noch heute ein baugeschichtliches Denkmal ist. Schon über 500 Jahre alt ist der Markus-Semmler-Stollen, der für Entwässerung sorgte, und der sich durch das gesamte Schlematal zieht. Noch heute wird er als zusätzliches System zur Ableitung von Hochwasser eingesetzt. Die Dörfer Ober- und Niederschlema hatten fränkische Bauern im 12. Jahrhundert gegründet, nachdem sie als Siedler ins Land gekommen waren.

 

 

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