LutzBruno, Kunstgussmuseum_Lauchhammer, CC BY 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A13.
Kunstguss-Museum Lauchhammer
Kunstgussmuseum Lauchhammer
Freifrau-von-Löwendal-Straße 3
01979 Lauchhammer
info@kunstgussmuseum-lauchhammer.de
+49 (0) 35 74/ 86 01 66
http://www.kunstgussmuseum-lauchhammer.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kunstgussmuseum_Lauchhammer
Freifrau-von-Löwendal-Straße 3
01979 Lauchhammer
info@kunstgussmuseum-lauchhammer.de
+49 (0) 35 74/ 86 01 66
http://www.kunstgussmuseum-lauchhammer.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kunstgussmuseum_Lauchhammer
erstellt:
10.07.2017
aktualisiert:
12.12.2023
Sie ist eine der ersten Geschäftstüchtigen Frauen Deutschlands. Bereits im frühen 18. Jahrhundert gründet sie das Lauchhammerwerk, denn in ihrem Herrschaftsgebiet wurden Eisenvorkommen gefunden. Und so brachte sie einen neuen Geschäftszweig in ihre Heimat. Bis heute wird diese Tradition bewahrt, auch wenn die Gründerin nach 50 Jahren Leitung verstorben ist. Aber Benedicta Margareta von Löwendal hat den Weg zur Kunst- und Glockengießerei in der Region Lauchhammer geebnet, in dem sie mit ihren Eisenwerken den Rohstoff lieferte und ihr Vermögen Detlev Carl von Einsiedel vererbte. Durch die angehäuften Reichtümer, konnte er sich in den Fabriken mit den ersten Eisenkunstgüssen versuchen. Ein paar Jahre später gelang es den Bildhauern aus dem Lauchhammerwerk eine antike Bachhantin nachzugießen. Neben Alltagsgegenständen und und zunehmend Maschinenteilen wurden von nun an auch Kunstwerke gefertigt. Nicht nur aus Eisen, sondern auch aus Bronze. Die Kunstgüsse aus dem Osten Deutschland erlangten so viel Ruhm, dass die Bildhauer bis an den Nil geschickt wurden. Dort haben sie eine gusseiserne Säulenhalle für den Zamalek-Palast in Kairo gefertigt. Das Kunstwerk ist 300 Meter lang und 15 Meter hoch. Insgesamt wiegt es über 400 Tonnen. Aber auch in Deutschland trifft man auf einige Kunstwerke aus dem Traditionsunternehmen. Zum Beispiel in Berlin. Dort wurde der Neptunbrunnen von den Künstlern aus Lauchhammer gebaut. Man muss aber nicht durch die ganze Welt fahren, um die Kunstwerke zu bestaunen. Es reicht nach Lauchhammer zu fahren. Dort steht das Kunstguss-Museum, das die Geschichte vom Anfang bis heute erzählt. Eine Geschichte, die es ohne eine mutige Frau, die etwas vollkommen Neues in ihrer Heimat wagte, nie gegeben hätte.
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