Matthias Süßen, Klosterhude91, CC BY 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A28.
Klosterruine Hude
Klosterruine Hude (ehem. Zisterzienserkloster)
Von-Witzleben-Allee
27798 Hude
fuehrungen@klosterhude.de
+49 (0)152/ 36 24 62 53
http://www.klosterhude.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Hude
Von-Witzleben-Allee
27798 Hude
fuehrungen@klosterhude.de
+49 (0)152/ 36 24 62 53
http://www.klosterhude.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Hude
erstellt:
27.10.2017
aktualisiert:
20.11.2023
Am Rande der Gemeinde Hude im Landkreis Oldenburg befindet sich inmitten einer schönen Parklandschaft die beeindruckende Ruine eines ehemaligen Klosters. Seit der Gründung im Jahre 1232 lebten und arbeiteten hier Mönche des Zisterzienser-Ordens nach der Maxime „ora et labora“ – bete und arbeite. Im Laufe der Zeit wuchs das Kloster durch Schenkungen und das Geschick der Mönche zu einer bedeutenden Anlage mit Mühlen, eigener Ziegelei und ausgedehnten Ländereien. Über zwei Jahrhunderte war es sogar die Grablege des Oldenburger Grafenhauses. Angeblich soll das Kloster so wohlhabend gewesen sein, dass es der reichen Hansestadt Bremen ein Darlehen gewähren konnte. Der Wohlstand des Klosters war jedoch nicht von Dauer. In den Zeiten der Reformation gelangte es zunächst unter die Herrschaft des Bistums Münster. Einer alten Sage nach soll ein Abt des Klosters zu jener Zeit ein besonders schönes und intelligentes Pferd besessen haben, das der Bischof von Münster gern gehabt hätte. Als der Abt die Herausgabe des Rosses verweigerte, ließ der Bischof das Kloster im Jahr 1533 besetzen und plündern. Ob an der Geschichte mit dem Pferd etwas Wahres ist, kann heute nicht mehr mit Sicherheit bewiesen werden. Fakt aber ist: In besagtem Jahr verließen die letzten Mönche das Kloster. Es verfiel zunehmend und wurde von den Bewohnern der Region als Steinbruch genutzt. Der Zerstörung wurde erst Einhalt geboten, als die Adelsfamilie von Witzleben im Jahr 1687 in den Besitz der Anlage kam. Diese ließ das ehemalige Abthaus zu einem Gutshaus umbauen und den großen Park anlegen. Wer heute nach Hude kommt, kann bei einem Rundgang zwischen den imposanten roten Ziegelmauern noch immer die einstmalige Größe und Bedeutung des Klosters erahnen. In der Nähe der Ruine befindet sich ein kleines Museum, in dem ein Verein über die wechselvolle Geschichte des Klosters informiert. In der ehemaligen Brauerei des Klosters werden Besucher in der Klosterschenke kulinarisch verwöhnt.
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