Uwe Barghaan, Bordesholm_Klosterkirche_01, CC BY 2.5



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A7.

Klosterinsel Bordesholm
Klosterkirche
Lindenplatz 11
24582 Bordesholm
kloster@kirchebordesholm.de

+49 (0) 43 22/ 27 65

http://www.kirchebordesholm.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Bordesholm
erstellt:
24.02.2017
aktualisiert:
30.11.2023
„Am Ufer der Insel“ – das bedeutet Bordesholm. Heute heißt der ganze Ort so. Zuerst aber bekam das Kloster diesen Namen, das Mönche auf einer Insel im See errichteten. Über den Lindenplatz führt der Weg in die gotische Klosterkirche. Den Kenotaph sollten sich Besucher unbedingt anschauen. Dieses Scheingrab aus Bronze ist leer. Herzog Friedrich hatte es lange vor seinem Tod für sich und seine Frau anfertigen lassen. Später wurde er König von Dänemark und ist im Dom von Schleswig begraben worden. Auch das Chorgestühl, der Barockaltar und die Kapellen sind sehenswert. Unter den Gräbern befindet sich auch der Sarkophag von Herzog Carl-Friedrich von Gottorf. Sein Sohn Peter-Ulrich war für ein halbes Jahr Zar von Russland - als Peter III. Dann stürzte ihn seine Frau Katharina, die als die große in die Geschichte einging. Hier liegt also der Schwiegervater einer Zarin begraben. Neben der Kirche ist nur noch der Gewölbekeller aus der Zeit des Klosters erhalten. Hier werden archäologische Funde gezeigt. Im Ostflügel des Klosterstiftes, heute ein Pflegeheim, erlauben wechselnde Ausstellungen Einblicke in Geschichte, Volkskunde und Kunst der Gegend. Ein Kulturwanderweg führt Besucher auf der Insel, die heute eine Halbinsel ist, zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Die Klosterkirche wurde zwischen 1332 und 1509 aus Backsteinen gebaut und war das Herzstück des Chorherrenstiftes der Augustiner. Sie waren 1327 von Neumünster auf die Insel gekommen. Durch drei Dämme wurde die Insel landfest. Hier fanden sie die gesuchte Ruhe und Abgeschiedenheit. Das Kloster bestand nur bis zur Reformation. Die kostbaren Handschriften und Frühdrucke aus Bordesholm wurden später zum Grundbestand der Universitätsbibliothek in Kiel.

 

 

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