CSvBibra, Vessraback, Public Domain
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A73.
Kloster Veßra Hennebergisches Museum
Hennebergisches Museum Kloster Veßra
Anger 35
98660 Kloster Veßra
info@museumklostervessra.de
03 68 73 - 6 90 30
https://museumklostervessra.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Ve%C3%9Fra
Anger 35
98660 Kloster Veßra
info@museumklostervessra.de
03 68 73 - 6 90 30
https://museumklostervessra.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Ve%C3%9Fra
erstellt:
01.07.2020
aktualisiert:
31.01.2024
Ein Museum unter freiem Himmel? Das geht im Hennebergischen Museum Kloster Veßra bei Suhl. Hier steht eine beeindruckende, romanischen Klosteranlage, die vor etwa 900 Jahren erbaut wurde. Keine 100 Meter weiter machen historisch eingerichtete Fachwerkhäuser Geschichte lebendig. Einige der nachträglich dorthin gebrachten Häuser waren die Wohnhäuser von Bauern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Diente Kloster Veßra lange Zeit einzig und allein Mönchen und Nonnen (Geistlichen des Prämonstratenser-Ordens), wurde das Klostergelände nach 1945 durch den Krieg heimatlos gewordenen Menschen zugesprochen und der landwirtschaftlichen Nutzung gewidmet. Diese Umwidmung war Teil der sogenannten Bodenreform, die in der DDR nach 1945 nach sowjetischem Vorbild umgesetzt wurde. Das „Neubauerngehöfft“, ein 1948 erbautes Fachwerkhaus, fiel zum Beispiel an eine Familie, die in Folge des Zweiten Weltkriegs aus dem östlichen Brandenburg vertrieben worden war. Doch das Museum macht auch ältere Bauerngeschichte lebendig. In den Fachwerkhäusern neben der Klosterruine des Museums kann exemplarisch nachempfunden werden, wie Bauern in Deutschland lebten – und das mit Beispielen aus über 300 Jahren Geschichte. Bis 1975 diente die Klosteranlage der Landwirtschaft, anschließend wurde sie in ein Museum umgewandelt, das bis heute fortlebt. Deshalb lässt sich auch heute noch historische Landtechnik auf dem Gelände besichtigen. Der 5.000 Quadratmeter umfassende Ausstellungsbereich „ErlebnisLandwirtschaft“ veranschaulicht den technischen Wandel in der Landwirtschaft von der kleinbäuerlichen Arbeit bis hin zu landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften. In vielfältigen Teilausstellungen sind sowohl historische Arbeitsgeräte verschiedener Jahrhunderte als auch große Erntetechnik wie Mähdrescher und Traktoren zu sehen. Mit dem Ende der DDR erfolgte die Umbenennung in „Hennebergisches Museum für regionale Geschichte und Volkskunde“. Seit 1994 gehört das Klostergelände zur Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten.
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