Rosenzweig, Kloster_Schoental_20080725_2, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A81.
Kloster Schöntal
Kloster Schöntal
Klosterhof 6
74214 Schöntal
bildungshaus@kloster-schoental.de
07943 894 0
https://www.kloster-schoental.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Sch%C3%B6ntal
Klosterhof 6
74214 Schöntal
bildungshaus@kloster-schoental.de
07943 894 0
https://www.kloster-schoental.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Sch%C3%B6ntal
erstellt:
03.07.2020
aktualisiert:
12.10.2023
„Folg disem Exempel des dankbaren Lahmen verehre im Tempel den Göttlichen Nahmen. Amen!“ Diese Verse stammen von Benedikt Knittel, der 50 Jahre lang Abt im Kloster Schöntal war. Die Länge seiner Amtszeit, seine Bauwut und seine Leidenschaft für Gedichte sorgten dafür, dass er zur wichtigsten Gestalt in der Geschichte der Zisterzienserabtei wurde. Gegründet wurde das Kloster bereits 1157 von Wolfram von Bebenburg. Den Platz dafür erhielt er von der Familie von Berlichingen, die im Tausch das Recht erhielt, sich hier begraben zu lassen. Auch der berühmte Götz von Berlichingen wurde 1562 im Kreuzgang beigesetzt. Zu diesem Zeitpunkt war die Abtei durch Bauernunruhen bereits erheblich zerstört worden. Als Abt Knittel1683 sein Amt antrat, begann er sofort mit weit reichenden Umbauten. Die Regie übertrug er dem berühmten Baumeister Johann Leonhard Dietzenhofer. Nach dessen Plänen wurden die Klostergebäude zu barocken Prachtbauten umgestaltet. Das Prunkstück war die Klosterkirche, in der auch Abt Knittel seine Handschrift hinterlassen hat: Überall finden sich an den Wänden gereimte Inschriften, „Knittelverse“, die der Abt verfasst hat. Auf Grabplatten brachte er so genannte „Chronogramme“ an – Verse, die mit römischen Zahlen durchsetzt waren. Addiert ergaben diese Zahlen das Todesdatum oder andere bedeutsame Jahreszahlen im Leben des Verstorbenen. Wer heute das Klostermuseum besucht, kann neben Knittels Barockbauten auch die „Neue Abtei“, einen schlossähnlichen Renaissancebau besichtigen. Von der mittelalterlichen Anlage sind noch Ringmauern und Torturm erhalten.
« zurück zur Startseite Reisen