Kirchenfan, Lamspringe_Kirche_2210, CC0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A7.
Kloster Lamspringe
Tourismusbüro der Gemeinde Lamspringe
Kloster 3
31195 Lamspringe
t.butchereit@lamspringe.de
+49 (0) 51 83/ 5 00 17
http://www.hildesheim.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Lamspringe
Kloster 3
31195 Lamspringe
t.butchereit@lamspringe.de
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https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Lamspringe
erstellt:
06.03.2017
aktualisiert:
23.11.2023
Wenn Steine sprechen könnten, würden sie die Geschichte des Klosters vielleicht auf Englisch erzählen. Doch weil sie stumm bleiben, geht es hier auch auf Deutsch weiter über das Kloster Lamspringe. Ricdag, ein sächsischer Graf, gründete schon 847 an der Quelle der Lamme den Ort und das Kloster. Beide waren eng miteinander verbunden. Der Ort Lamspringe entwickelte sich so gut, weil viele seiner Bewohner als Handwerker, Diener und Tagelöhner in Diensten des Klosters gestanden haben. Ricdag wurde sogar in der Krypta der Klosterkirche begraben. Allerdings mit einem kleinen Mysterium um seine Graburne Denn die Krypta stammt nicht mehr aus seiner Zeit. Ihre feierliche Weihe erhielt die dreischiffige Hallenkirche St. Hadrian und St. Dionysius erst 1691. Wie seine Gebeine die letzte Ruhe in der Krypta gefunden haben, bleibt bis heute ein Rätsel. Viel offensichtlicher ist da die Ausstattung der Kirche. Sie beeindruckt durch barocke Pracht. Es seien nur die sieben Altäre genannt und das reich verzierte Chorgestühl. An den beiden Beichtstühlen im nördlichen und südlichen Seitenschiff stellen lebensgroße Figuren „Werdegang und Wirkung des Bußsakraments“ dar. Nachdem die Kirche vollendet wurde, ging es 1708 an den Neubau des Klostergebäudes. Über eine Freitreppe gelangt man in die Eingangshalle mit den vier Erdteilfiguren. Im Refektorium saßen einst Mönche, heute sitzen Menschen auf nüchternen Stühlen in nüchternen Sitzungen, vielleicht inspiriert von den farbenfrohen Wandgemälden. Denn im ehemaligen Klostergebäude arbeitet heute die Gemeindeverwaltung. Aber das Kloster ist nicht nur ein Bürogebäude. Im „Lamspringer Kulturseptember“ ist es eine stilvolle Kulisse. Als die englischen Mönche 1643 in Lamspringe einzogen, stand das Kloster leer. Es war ein Damenstift gewesen und vor der Reformation ein Kanonissenkloster. Der Bischof von Hildesheim hatte die fremdländischen Benediktiner ins Land gerufen, nachdem sie aus England vertrieben worden waren. Bis zur Auflösung 1806 bildete das Kloster katholische Geistliche für England aus. Und so kam es, dass das Kloster über 150 Jahre ein englisches Zentrum für katholische Geistliche war. Obwohl es mitten in Deutschland steht.
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