H.Helmlechner, Klosterkirche_St._Benedikt_Benediktbeuern_01, CC BY-SA 4.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A95.

Kloster Benediktbeuern
erstellt:
09.12.2020
aktualisiert:
11.09.2024
Hier lebt, arbeitet und betet heute die römisch-katholische Ordensgemeinschaft Salesianer Don Boscos. Lange Zeit wurde das Kloster allerdings anders genutzt. Es diente nach seiner Zeit als Benediktinerkloster verschiedenen Zwecken; unter anderem war es mal Fohlenhof des Militärs. Die Anlage stammt vermutlich ursprünglich aus dem 11. Jahrhundert. Die von Frankreich ausgehende Säkularisation 1803 war der Startschuss für eine Umwidmung in die staatliche Nutzung des Klosters. Das Land um das Kloster herum wurde an Bauern aus der Umgebung verkauft. Im Kloster wurde eine Stätte für moderne optische Glasfabrikation eingerichtet. Noch ein berühmter Name ist seitdem mit dem Kloster verbunden, denn kein geringerer als Joseph von Fraunhofer arbeitete hier zu Beginn des 19. Jahrhunderts. 1819 wurde das Kloster dann Staatsbesitz. Es wurde als Kaserne, Fohlenhof, Invalidenheim, Gefängnis oder Erholungsort für Soldaten genutzt, bevor es ab 1930 die Ordensgemeinschaft Salesianer Don Boscos beherbergte. Die Anlage ist dank vieler Sanierungsarbeiten zu besichtigen. Führungen durch das Kloster erklären seine Geschichte und Architektur. Dabei ist unter anderem der klösterliche Weinkeller mit einer Ausstellung zum Kloster und der gotische Saal zu entdecken. In der Bibliothek des Klosters, die auch besichtigt werden kann, wurde eine Sammlung von Vagantenliedern aus dem 13. Jahrhundert gefunden. Diese sollte später von Carl Orff vertont und ein Riesenerfolg werden. Die Liedersammlung trägt den Titel „Carmina Burana“.

 

 

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