Settembrini, Deutsches_Fastnachtsmuseum, CC BY 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A3 und der A7.
Kitzingen Weinhandel Deutsches Fastnachtmuseum
Deutsches Fastnachtmuseum
Luitpoldstraße 4
97318 Kitzingen
Deutsches-Fastnachtmuseum@t-online.de
+49 (0) 93 21/ 2 33 55
https://deutsches-fastnachtmuseum.byseum.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Fastnachtmuseum
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erstellt:
28.11.2016
aktualisiert:
26.05.2023
"Es soll keiner so wenig Wein trinken, dass er seiner Gesundheit schadet." So soll es schon Marc Aurel gesagt haben. Sicherlich wird man diesen Ausspruch auch schon einmal in Kitzingen am Main gehört haben. Denn schon seit mehreren Jahrhunderten ist Kitzingen eine berühmte Wein- und Handelsstadt. Einen ersten Schub erhielt der Weinbau durch die Benediktinerinnen. Diese gründeten 745 am Ort ein Kloster, zu dem auch zahlreiche Rebhänge gehörten. Die Äbtissin besaß das Marktrecht, Wein aus anderen Orten durfte nur mit ihrer Erlaubnis ausgeschenkt werden. Der Klosterkeller, der sich schon damals über zwei Stockwerke ausdehnte, gehört heute zu den ältesten Weinkellern Deutschlands. Noch in den 1970er Jahren betrug seine Lagerkapazität 1,5 Millionen Liter. 1482 trafen sich der Bischof zu Bamberg, der Bischof zu Würzburg und der Kurfürst zu Brandenburg in Kitzingen, um das erste deutsche Weingesetz zu verabschieden. Denn damals gab es noch „viel schädliche und gefährlich gemachte Weine”, die „sonderlich dem weiblichen Geschlechte viele und merkliche Beschwerden, Krankheit, Siechtum und Abgang” verursachten. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges stieg Kitzingen zu einem Zentrum des fränkischen Weinhandels auf. Um 1900 waren über 90 Weinhändler am Ort ansässig, viele von ihnen waren Juden. So auch der Großhändler Max Fromm, der etwa im Jahre 1920 allein 90 Angestellte beschäftigte. Zu seinen Abnehmern zählten die Speisewagengesellschaft „Mitropa“ und die Schifffahrtslinie „Lloyd”. Während der Naziherrschaft landete Fromm im KZ, kam jedoch aufgrund guter Beziehungen wieder frei. Er emigrierte in die USA, wo er in San Francisco eine der größten Weinhandlungen des Kontinents aufbaute. Kitzingen ist aber auch weiterhin seiner Passion, dem Weinanbau, treu geblieben.
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