Daniel Beyer, Ilmenau_Goethehaeuschen, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A71.

Kickelhahn Goethehäuschen
Ilmenau Information
Am Markt 1
98693 Ilmenau
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+49 3677 600 300

https://www.ilmenau.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kickelhahn
erstellt:
21.06.2020
aktualisiert:
09.11.2023
„Über allen Gipfeln ist Ruh …“ Als Goethe diese Zeilen am 6. September 1780 in die Wand der Schutzhütte auf dem Kickelhahn kratzte, war es hier oben auf dem Hausberg Ilmenaus tatsächlich noch ruhig. Heute dagegen ist der Kickelhahn ein beliebtes Ausflugsziel. Etwa eine Stunde braucht man, um den 861 Meter hohen Gipfel von Ilmenau aus zu erwandern. Im Winter ist der Berg ideal zum Rodeln und Skifahren. An der Beliebtheit des Berges ist Goethe sicher nicht ganz unschuldig. Die Verse, die er in die Hüttenwand gekratzt hatte, sind weltberühmt und die bald Goethehäuschen genannte Schutzhütte war ein regelrechter Pilgerort für die Freunde des Dichterfürsten. Wie bedeutend das Goethehäuschen für den Kickelhahn war und ist, sieht man daran, dass es 1874 originalgetreu wieder aufgebaut wurde, nachdem es abgebrannt war. Der zweite große Anziehungspunkt auf dem Kickelhahn ist der Kickelhahnturm. Zu Goethes Zeiten gab es ihn noch nicht. Der 24 Meter hohe Turm wurde am 12. Mai 1855 eingeweiht. Der Bau geht zurück auf einen Besuch des damaligen Großherzogs Carl Friedrich mit der Großherzogin Maria Pawlowna. Als die beiden vom Kickelhahn aus den steinernen Turm auf dem Schneekopf sahen, entschlossen sie sich, auf dem höchsten Berg ihres Großherzogtums ebenfalls einen solchen Turm zu bauen. Die Großherzogin stiftete 1000 Taler, immerhin die Hälfte der Bausumme. Das Besondere am Kickelhahn: Der Turm hat einen eigenen Turmwärter. Und wer die 107 Stufen geschafft hat, kann sich ins Turmbuch eintragen.

 

 

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