Alois Köppl, Gleiritsch (=Zusatz), Oberpfälzer_Seenland_2012_03, CC BY 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A6 und der A93.

Karpfenland Mittlere Oberpfalz
Gemeinde Schmidgaden
Schwarzenfelder Weg 9
92546 Schmidgaden
info@schmidgaden.de

+49 (0) 94 35/ 30 74 0

http://www.schmidgaden.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Oberpf%C3%A4lzer_Seenland
erstellt:
31.01.2017
aktualisiert:
20.12.2022
Der Karpfen stammt ursprünglich aus Asien, wurde aber schon von den Römern nach Europa gebracht, und bereits im Mittelalter in vielen Teichen gezüchtet, weil er an Fastentagen im Gegensatz zu Fleisch gestattet war. So auch hier in der Oberpfalz, wo bereits vor rund eintausend Jahren frisch gerodete Waldflächen und Talmulden durch Überstau mit Wasser für die Fischzucht urbar gemacht wurden. Heute betreiben hier etwa 3.000 Betriebe auf 10.000 Hektar Teichfläche Karpfenteichwirtschaft und der „Oberpfälzer Karpfen“ ist ein von der EU geschützter Markenbegriff. In 14.000 Teichen werden hier jährlich 2.800 Tonnen dieses Fisches gezüchtet. Das Herzstück im „Karpfenland Mittlere Oberpfalz“ ist das Charlottenhofer Weihergebiet, mit einer Fläche von über 800 Hektar das zweitgrößte Naturschutzgebiet der Region. Als Brut-, Nahrungs-, Rast- und Überwinterungsgebiet hat es große Bedeutung für die Vogelwelt. Eine weitere Besonderheit des Karpfenlandes ist die Waldweiherlandschaft „Postloher Forst“. Große Weiher und Moorflächen sind ebenfalls Heimat und Rückzugsgebiet für viele seltene Tier- und Pflanzenarten – und sie bieten Anglern, Wanderern und Radfahrern ein fast schon „skandinavisches Flair“. Das Oberpfälzer Freilandmuseum und das Fischereimuseum blicken auf die Geschichte der Fischereiwirtschaft in der Region. Seit 2014 bietet zudem der Erlebnispark „Wasser Fisch Natur“ in Wackersdorf kleinen und großen Wasserratten an fünf Teichen viele Möglichkeiten zum Klettern, Spielen und Matschen oder beim Karpfenquiz geistig in Bewegung zu kommen.

 

 

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