Wikimedia Commons, Kaiserpfalz_GN_1, CC BY-SA 2.5
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der und der A66.
Kaiserpfalz Gelnhausen
Tourist-Information
Obermarkt 8
63571 Gelnhausen
tourist-information@gelnhausen.de
06051 830-300
https://www.gelnhausen.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserpfalz_Gelnhausen
Obermarkt 8
63571 Gelnhausen
tourist-information@gelnhausen.de
06051 830-300
https://www.gelnhausen.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserpfalz_Gelnhausen
erstellt:
21.06.2020
aktualisiert:
02.11.2023
Gelnhausen hat Geschichte gemacht. 1123 wird die Siedlung 20 Kilometer nordöstlich von Hanau erstmals erwähnt. 1170 gründet Kaiser Friedrich I. Barbarossa Gelnhausen neu. Ab sofort ist es Reichsstadt. Gleich dreimal fanden hier Reichstage statt. Gleichzeitig entstand eine einzigartige Repräsentationsanlage des Herrschers. Wie eine Art Venedig des Nordens baute Barbarossa seine Pfalz auf 12000 Pfählen in die Kinzig. Die Burg auf der künstlichen Insel ist von einer großen Ringmauer umgeben. Heute gehört die Anlage zu den besterhaltenen staufischen Pfalzen überhaupt. Die herausragende Bedeutung von Gelnhausen wurde noch dadurch unterstrichen, dass sich in der Stadt zahlreiche wichtige Handelswege kreuzten. Barbarossa förderte den Handel nach Kräften. So wurde Gelnhausen rasch zu einer reichen Stadt, die im 13. Jahrhundert zu den kapitalkräftigsten Plätzen im Reich gehörte und mit Frankfurt zu vergleichen war. Den Reichtum sieht man Gelnhausen heute noch an, auch wenn die Stadt im Laufe ihrer Geschichte mehrfach schwer zerstört wurde. Sehenswert ist die im 12. und 13. Jahrhundert entstandene Marienkirche, die bis heute das Stadtbild prägt. Die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern ist von einer fast vollständig erhaltenen Mauer umgeben. In der Kuhgasse findet man eines der ältesten Fachwerkhäuser Deutschlands. Auch literarisch hat Gelnhausen Geschichte gemacht. Hier wurde 1621 Johann Jacob Christoffel von Grimmelshausen geboren, Autor des weltberühmten Schelmenromans „Der Abentheurliche Simplicissimus Teutsch“ (1669). Grimmelshausen hatte die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges in Gelnhausen miterlebt und schildert sie in seinem Roman ebenso komisch wie drastisch.
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