Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A3 und der A40.
Industrieland NRW Größter Binnenhafen Europas
erstellt:
26.12.2016
aktualisiert:
30.10.2023
In Duisburg treffen zwei Superlative aufeinander: da ist zum einen der Rhein. Er legt in Deutschland am meisten Strecke zurück. Und da ist zum anderen der größte Binnenhafen Europas. Auf insgesamt 10 Quadratkilometern erstreckt sich die Fläche der Duisburg-Ruhrorter Häfen. Vor gut 300 Jahren wurde der Hafen gegründet, 1716 war das. Schnell entwickelte sich der Hafen zum wichtigsten Umschlagplatz für Kohle. Schon damals florierten die Beziehungen zu anderen Hafenstädten wie Amsterdam und Nimwegen. Zu dieser Zeit waren die beiden Hafenteile jedoch noch nicht ans Bahnnetz angeschlossen. Das änderte sich erst in den 1850er Jahren. Mit der verbesserten Infrastruktur wuchs auch die Umschlagmenge an. Der Erfolg ließ sich auf Dauer jedoch nicht halten: als 1932 die Weltwirtschaftskrise Deutschland einholte, litt auch das Hafengeschäft. Viel schlimmer kam es allerdings während des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1944. Das Hafengebiet wurde bei Luftangriffen mehrfach getroffen, am Ende des Krieges liegen über 300 versenkte Schiffe in den Hafenbecken. Mittlerweile haben sich die Duisburg-Ruhrorter Häfen wieder von ihrer Zerstörung erholt. Heute gilt der sogenannte "duisport" als internationale Drehscheibe für den Warenhandel. Nicht nur auf dem Wasserweg gelangen die Container von Duisburg aus in weit entlegene Regionen auf der ganzen Welt. Auch auf der Schiene verlassen die Waren den Ruhrpott - rekordverdächtige 12.000 Kilometer legen sie beispielsweise auf der Strecke in die chinesische Region Chongqing zurück. Nicht umsonst wird der Hafen auch als "Wunder von Duisburg" beschrieben. Denn während die Stadt selbst hochverschuldet ist, boomt das Geschäft mit dem internationalen Handel. Wer etwas für Hafenromantik übrig hat, muss nicht nach Hamburg. Auch in Duisburg reihen sich die Krähne aneinander und in den Hafenbecken warten die Schubleichter und Tankschiffe, beladen mit Kohle, Getreide und Mineralöl. Eine Hafenrundfahrt lohnt sich ebenso wie ein kleiner Spaziergang über das Gelände.
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