Lwl-Industriemuseum-Zeche-Nachtigall, Westansicht_LWL_Industriemuseum_Zeche_Nachtigall, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A43.

Industriekultur Zeche Nachtigall Muttental
LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten
zeche-nachtigall@lwl.org

+49 (0) 2302/ 93664-0

http://www.lwl.org/
https://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Nachtigall_(Witten)
erstellt:
01.03.2018
aktualisiert:
26.10.2023
Eine typische Zeche des Ruhrgebietes ist die Zeche Nachtigall nicht, eine besondere aber schon. Sie befindet sich im idyllischen Muttental, das direkt bis zur Ruhr verläuft und als Wiege des Bergbaus im Ruhrgebiet gilt. Während andere Zechen im Norden der Region erst Ende des 19. Jahrhunderts gegründet wurden, war hier die Kohleförderung schon wieder beendet. Heute kann man die Zeche besichtigen. Im restaurierten Bergwerk „Nachtigallstollen“ kann der Nachbau eines 160 Jahre alten Kohlenschiffes in Originalgröße besichtigt werden. In der Nähe befindet sich die ehemalige Zeche Theresia. Dort kann man das Gruben- und Feldbahnmuseum besuchen oder auch das Bethaus der Bergleute, in dem die Bergarbeiter vor und nach ihrer Schicht beteten. Die Geschichte der Zeche Nachtigall und des Muttentals reicht weit zurück. Zuerst trieb man 1000 Meter weite Stollen in die umliegenden Berge. Später förderte man das „schwarze Gold“ aus senkrechten Schächten. Im Laufe der Zeit vereinte man die Zeche Theresia mit der Zeche Nachtigall, weil die Schächte und Stollen immer größer wurden. Im Jahr 1892 schon kam dann das Ende für die Kohle, nun förderte man Schieferton. Dafür wurde weiterhin der Stollen genutzt, in dem die Bergarbeiter nur kriechen konnten, so eng war er. Später entstand auf dem Zechengelände eine Ziegelfabrik, nach dem Zweiten Weltkrieg trug man wieder Kohle ab. Nach dem darauf folgenden jahrzehntelangen Verfall der Zeche hat das Westfälische Industriemuseum die gusseisernen Tore für den Besucher wieder geöffnet.

 

 

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