Benutzer:Stahlkocher, Textilmuseum_Bocholt_Eingang, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A3.
Industriekultur Textilmuseum Bocholt
Textilmuseum Bocholt
Uhlandstraße 50
46397 Bocholt
textilwerk@lwl.org
+49 (0) 28 71/2 16 11 0
https://www.lwl.org
https://de.wikipedia.org/wiki/Textilmuseum_Bocholt
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erstellt:
19.11.2016
aktualisiert:
31.10.2023
Das Rattern der Webstühle und Spinnmaschinen war ohrenbetäubend. Seit 1871 war Bocholt das Zentrum westfälischer Textilindustrie. Bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts arbeiteten in Bocholt über 10.000 Menschen in rund sechzig Textilunternehmen. Das Textilmuseum Bocholt ist in den ehemaligen Produktionshallen der Firma Herding untergebracht, hier drehten sich einst über 20.000 Spindeln. Die Firma wurde 1870 als Handweberei gegründet. 1903 wurden die ersten automatischen Webstühle installiert. 1907 entstand ergänzend eine Baumwollspinnerei mit einer 100 PS starken Dampfmaschine. Die ehemalige Produktionshalle ziert ein für historische Textilfabriken typisches Sheddach. Shed kommt aus dem Englischen und steht für Schuppen oder Verschlag. Im Museum wird der komplette Weg vom Faden zum fertigen Textilprodukt aufgezeigt. In der voll funktionstüchtigen Museumsfabrik werden Arbeitsabläufe aus der Zeit von 1900 bis 1960 gezeigt. Angetrieben von Dampfmaschinen mit riesigen Schwungrädern lassen Zettelmaschinen vor den Augen der Besucher Stoffe mit alten Mustern und Farben entstehen. Die klassischen Grubentücher in gedeckten Farben waren in den Haushalten der Kohlearbeiter sehr beliebt, da man auf ihnen den abgewischten Kohlenstaub nicht sah. Abseits der lärmenden Fabrik kann man in einem komplett eingerichteten Arbeiterhaus samt bewirtschaftetem Garten etwas über den kargen Lebensalltag der Familien erfahren.
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