Rainer Halama, Lagerhaus_Gutehoffnungshütte-Vorplatz57420, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A3.

Industriekultur Rheinisches Industriemuseum
erstellt:
28.07.2020
aktualisiert:
05.07.2024
Sieben Schauplätze – ein Museum – das ist der Slogan vom Rheinischen Industriemuseum. Das bedeutet, dass es insgesamt sieben verschiedene Einrichtungen zu besuchen gibt. Gemeinsam haben alle, dass sie einst Standorte der Industrieproduktion waren. In Bergisch Gladbach lässt sich zum Beispiel in einer zum Museum umgewandelten alten Papiermühle noch die Herstellung von Papier nachvollziehen. In Euskirchen steht eine alte Fabrik für Tuch und Stoffe. Die Produktionsstätte wurde vor 40 Jahren wegen sinkender Einnahmen von einen Tag auf den anderen geschlossen. Die Zeit hat das Leben der Arbeiter dort konserviert. Als die Tore zur musealen Aufbereitung wieder geöffnet wurden, fand man ein Rezept für eine Färbelösung mit Kreide an eine Tür geschrieben, Zigarettenschachteln, einen alten Kaffeepott. Als wäre der Ort eingefroren und hätte auf den Besuch jener gewartet, die ein Geheimnis aus der Vergangenheit entdecken wollen. Auch eine Dampfmaschine aus dem Jahr 1903 ist hier noch original erhalten und wird hin und wieder in Gang gesetzt. Im Rheinischen Industriemuseum wird nicht nur eine große Bandbreite von unterschiedlichen Herangehensweisen vermittelt – von Textilproduktion über die Herstellung von Scheren zur Tuchfabrikation – die Orte, die vorgestellt werden, sind zum Teil die ersten ihrer Art. Wie zum Beispiel die Baumwollspinnerei Cromford in Ratingen. Hier handelt es sich um die erste vollmechanische Spinnerei in Europa. Die Anlage aus dem späten 18. Jahrhundert ist heute noch vollständig erhalten.

 

 

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