Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A2 und der A31.
Industriekultur Maschinenhalle Gladbeck-Zweckel
Maschinenhalle Zweckel
Frentroper Straße 74
45966 Gladbeck
info@industriedenkmal-stiftung.de
+49 (0) 231/ 93 11 22-0
http://www.maschinenhalle-gladbeck.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Zweckel
Frentroper Straße 74
45966 Gladbeck
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https://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Zweckel
erstellt:
03.11.2017
aktualisiert:
27.10.2023
Es gab eine Zeit – so lang ist sie noch gar nicht her – da war das Ruhrgebiet das industrielle Herz Deutschlands. Der Aufschwung des Ruhrpotts begann in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Durch den Einsatz von Dampfmaschinen war es damals möglich geworden, in Bergwerken tief unter der Erde nach Kohle zu graben. Das schwarze Gold wurde vor Ort in Hochöfen zu Koks verarbeitet, das wiederum für die Herstellung von Eisen und Stahl nötig war. Im Zuge der Industrialisierung wurden immer neue Zechen eröffnet, Stahl- und Eisenhütten errichtet, Kanäle und Eisenbahnlinien angelegt. Innerhalb von wenigen Jahrzehnten verwandelte sich die einst ländliche Region so zum größten Ballungsgebiet Europas. Der wirtschaftliche Boom war jedoch nicht von Dauer. Die Kohleförderung im Ruhrgebiet wurde ab den 1950er-Jahren zu teuer und war international nicht mehr konkurrenzfähig. Die Folge war ein Niedergang der Montanindustrie: Zechen wurden stillgelegt, Stahlwerke geschlossen und Tausende Beschäftigte im Bergbau und der Metallindustrie verloren ihren Arbeitsplatz. Von der einstigen Größe und Bedeutung der Montanindustrie künden heute noch zahlreiche Industriedenkmäler. Ehemalige Zechen, Kokereien, Hochöfen und Gasometer wurden im Zuge des Strukturwandels zu Museen, Freizeitparks und Räumen für Kunst und Kultur umgestaltet. Ein Ort an dem dies besonders gut gelang, ist die Maschinenhalle der Zeche Zweckel in Gladbeck. Der Bau entstand im Jahr 1909 und war einst das Herzstück der Zeche: Hier befanden sich die Kompressoren, Generatoren und Umformer, welche das Bergwerk mit Druckluft und elektrischer Energie versorgten. Die Zeche selbst wurde schon 1963 stillgelegt, die imposante Maschinenhalle jedoch blieb erhalten und wurde zum Denkmal erklärt. Seit dem Jahr 1997 ist sie ein Standort der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur. In der ehemaligen Kathedrale der Arbeit finden seither Ausstellungen, Konzerte und Theateraufführungen statt. Unter anderem ist die Maschinenhalle eine der herausragenden Veranstaltungsorte der RuhrTriennale.
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