Michielverbeek, Bochum,_Jahrhunderthalle_positie6_foto3_2012-08-19_09.39, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der Donezk-Ring.
Industriekultur Jahrhunderthalle
Jahrhunderthalle Bochum
An der Jahrhunderthalle 1
44793 Bochum
info@jahrhunderthalle-bochum.de
+49 234 3693-100
https://www.jahrhunderthalle-bochum.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Jahrhunderthalle_(Bochum)
An der Jahrhunderthalle 1
44793 Bochum
info@jahrhunderthalle-bochum.de
+49 234 3693-100
https://www.jahrhunderthalle-bochum.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Jahrhunderthalle_(Bochum)
erstellt:
09.07.2020
aktualisiert:
13.06.2024
Die Jahrhunderthalle in Bochum ist ein eindrucksvolles Beispiel für gelungene Industriearchitektur. Sie wurde im Jahr 1902 für die Düsseldorfer Industrie- und Gewerbeausstellung als Ausstellungspavillon errichtet. Sie diente dort dem Bochumer Verein zur Demonstration der eigenen Herstellungsprozesse und Produkte und später als Maschinenhalle. Die Halle sollte nicht in Düsseldorf bleiben, weshalb die Stahlkosntruktion komplett demontierbar ist. Sie ist damit eines der ersten Beispiele für rein zweckbestimmte Architektur. Die Halle wurde vom Rhein an die Ruhr transportiert und dort in einem Stahlwerk in Bochum als Gaskraftzentrale wieder aufgebaut. In Hochöfen wurden damals Eisenerze aufbereitet, die für die Stahlproduktion relevant waren und noch sind. Dabei entstand das sogenannte Gichtgas. Das ist brennbar und wurde in der Gaskraftzentrale verarbeitet. Dort entstand also die Energie für die umliegenden Siedlungen. Über 60 Jahre produzierte die Anlage Energie für das Stahlwerk und die Siedlungen. Als die Nutzung von Hochöfen abnahm, gab es keinen Bedarf mehr. Damit veränderte die Halle ein drittes Mal ihr Erscheinungsbild. Im April 2003, also 100 Jahre nach ihrer Wiedererrichtung in Bochum, wurde sie als „Montagehalle für die Kunst“ eröffnet und begann ihr Dasein als Veranstaltungsort. Sie wird heute als Festspielhaus für kulturelle Events, Messen, Rock-, Pop- oder klassische Konzerte und vieles mehr genutzt. Die Industriekulisse ist dabei erhalten geblieben und schafft eine einzigartige Atmosphäre.
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