H005, Herrenhaus_Cromford_Brügelmann, CC0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A44 und der A52.
Industriekultur Industriemuseum Ratingen
LVR-Industriemuseum Textilfabrik Cromford
Cromforder Allee 24
40878 Ratingen
info@kulturinfo-rheinland.de
02234 9921555
https://industriemuseum.lvr.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Textilfabrik_Cromford
Cromforder Allee 24
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02234 9921555
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https://de.wikipedia.org/wiki/Textilfabrik_Cromford
erstellt:
30.09.2020
aktualisiert:
02.01.2025
Wer sich Mode aus dem Rokoko vorstellt, der denkt wahrscheinlich an ausladende Röcke, gefederte Hüte und Korsetts. Bunt bestickte Roben aus aufwändigen Stoffen schmückten die Adelsgesellschaft, während das Volk sich mit vereinfachten Versionen dieser Mode bekleidete. La Robe á l’anglaise, das Kleid im englischen Stil, war DER Trend des späten 18. Jahrhunderts. Kein Wunder also, dass die Nachfrage nach Stoffen und neuer Kleidung immer mehr stieg. In dieser Zeit entschied der Wuppertaler Kaufmann und Verleger Johann Gottfried Brügelmann, in die hochaktuelle Textilindustrie einzusteigen. Er gründete eine der ersten Fabriken auf europäischem Grund: Die Textilfabrik Cromford. Mitten im Rheinland, in der Nähe von Ratingen um genauer zu sein, startete Brügelmann seine mit Wasserkraft betriebene und vollmechanische Baumwollspinnerei englische Art. Warum englisch? Nun ja, der Name Cromford war nicht das Einzige, was Brügelmann von der Fabrik Cromford Mills in Cromford, Großbritannien, übernahm – Stichwort Industriespionage. Abgeschaut oder nicht, die Ratinger Version der Cromford Mills florierte bald zu einem eigenen Dorf mit weiteren Werk- und Produktionsstätten, Arbeiterwohnungen und Herrenhäusern. Gut 200 Jahre später mussten die Tore dieser Fabrik jedoch im Zuge der Konjunkturkrise der Textilindustrie schließen. Vorbei ist die Geschichte der Textilfabrik Cromford allerdings noch nicht, heute ist sie Teil des LVR-Industriemuseums, einem Museum mit sieben Schauplätzen industrieller Geschichte. Zink, Eisen, Papier, Wasserkraft – das Museum lässt uns an den Fabrikschauplätzen Einblicke in den vergangenen Arbeitsalltag mit dampfenden Maschinen und rauchenden Schornsteinen gewinnen. In zahlreichen Workshops können auch Kinder die Technik früherer Industrie erleben. Vielleicht entwickelt der ein oder anderen Teilnehmer ja sogar eine Idee für eine eigene Fabrik? Kleiner Tipp: Diesmal bitte ohne Industriespionage.
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