Tbachner, Rheinisches_Industriemuseum_Oberhausen, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A4.

Industriekultur Industriemuseum Engelskirchen
LVR-Industriemuseum Kraftwerk Ermen & Engels
Engels-Platz 2
51766 Engelskirchen
industriemuseum@lvr.de

+49 (0) 22 63/ 92 85 0

http://www.industriemuseum.lvr.de
https://de.wikipedia.org/wiki/LVR-Industriemuseum#Engelskirchen
erstellt:
26.12.2016
aktualisiert:
26.10.2023
Mittlerweile ist unsere Industrie weitesgehend digitalisiert. Viele Arbeiten werden heutzutage von großen Maschinen verrichtet, der Mensch muss oftmals nur noch ein paar Knöpfe drücken. Das war natürlich nicht immer so. Eines allerdings hat sich nicht geändert: damals wie heute liegt das Zentrum des deutschen Handwerks in Nordrhein-Westfalen. Das LVR-Industriemuseum erinnert an insgesamt sieben Standorten an die Industriegeschichte der Region. Einer dieser Standorte ist das Kraftwerk Ermen & Engels in Engelskirchen. Das Gelände sieht genauso aus, wie man es sich vorstellt: die Mauern sind teils noch aus schwerem Stein, ein alter Stornstein ragt in die Höhe. Mit etwas Fantasie kann man ihn qualmen sehen, wie damals. Ursprünglich diente das Wasserkraftwerk dazu, die gleichnamige Baumwollspinnerei mit Strom zu versorgen. Diese wurde im Jahre 1837 von Peter Ermen und Friedrich Engels Senior gegründet. Ermen dürfte wohl weniger bekannt sein, der Name Engels hingegen ist da schon eher ein Begriff. Tatsächlich war Engels der Vater von Karl Marx' Kumpanen Friedrich Engels. Gemeinsam hatten sie die heute als Marxismus bezeichnete Gesellschafts- und Wirtschaftstheorie entwickelt. Heute ist in den alten Gemäuern zwar kein Kraftwerk mehr untergebracht, das ansässige Museum allerdings bietet dennoch tolle Eindrücke in das Geschehen von damals. Das Museum schließt auch auch das gesamte erhaltene Umfeld der ehemaligen Baumwollspinnerei mit Unternehmervilla, Fabrikgebäude und die Anlagen zur Wasserkraftnutzung des Flüsschens Agger mit ein. Neben der Dauerausstellung lohnt es sich aber auch, durch die kleinen Sonderausstellungen zu schlendern. Verlässt man das Gelände und macht sich auf in den Ortsteil Bickenbach, kann man sich dort außerdem noch den "Oelchenshammer" anschauen. Er ist einer der letzten funktionsfähigen wasserbetriebenen Schmiedehämmer im Oberbergischen Land.

 

 

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