Wikimedia Commons, Gelände_der_Henrichshütte_2004, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A43.

Industriekultur Henrichshütte
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen
henrichshuette@lwl.org

+49 (0) 2324/ 9247-140

https://www.lwl.org/industriemuseum/standorte/henrichshuette-hattingen
https://de.wikipedia.org/wiki/Henrichsh%C3%BCtte
erstellt:
01.03.2018
aktualisiert:
26.10.2023
In unmittelbarer Nähe der Ruhr liegt ein interessantes Industriedenkmal, das zum Spazieren und Besichtigen einlädt. Besonders Kinder werden ihre Freude daran haben, denn auf dem alten Gelände der Henrichshütte zeigt eine kleine blaue Ratte, was alles so los war in diesem Betrieb. Schon am Eingang wird man von dem frechen Nager begrüßt, der in lustiger Weise erklärt, dass auf der Henrichshütte Eisen und Stahl produziert wurde und bis zu 10000 Menschen dort arbeiteten. Als man 1987 beschloss, die Produktion einzustellen, haben eben diese Menschen demonstriert, um für ihren Arbeitsplatz zu kämpfen. Aber vergeblich. Teile der Anlage wurden nach China verkauft, während andere, so wie der Hochofen 3, dem Verfall preisgegeben wurden. Doch es dauerte nicht lange und das Westfälische Industriemuseum legte seine Hand schützend über das Gelände und initiierte den „Weg des Eisens“. Bei dem Rundgang geht der erwachsene Besucher durch die Erz- und Kohlebunker, in denen die Materialien gelagert wurden, am Maschinenhaus vorbei bis auf den Hochofen 3 und zur Gießhalle. Ständig begleitet von Ton- und Textdokumenten aus der Zeit, als Menschen hier am glühendheißen Ofen standen und den flüssigen Stahl in seine Form brachten. Die blaue Ratte findet man an mehreren Stationen. Sie erklärt den Kindern, die am Eingang Stift und Fragebogen bekommen haben und auf dem „Weg der Ratte“ ihr neu gewonnenes Wissen testen können, die Produktion. Am Ende des Rundganges dürfen Erwachsene Steine suchen, die für die Eisenproduktion geeignet sind, und als Andenken mit nach Hause nehmen. Nach dem Rundgang hat der Besucher nicht nur gelernt, wie Stahl hergestellt wird, sondern auch, dass der Ofen nicht aus ist, nur weil er aus ist.

 

 

« zurück zur Startseite Reisen