Bin im Garten, 2012-08-08-fotoflug-bremen_zweiter_flug_1497, CC BY 4.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A28.
INDUSTRIEKULTUR-Delmenhorst
Nordwestdeutsches Museum für IndustrieKultur
Am Turbinenhaus 10-12
27749 Delmenhorst
nordwollemuseen@delmenhorst.de
+49 (0) 42 21/ 29 85 82 0
http://www.delmenhorst.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Delmenhorst
Am Turbinenhaus 10-12
27749 Delmenhorst
nordwollemuseen@delmenhorst.de
+49 (0) 42 21/ 29 85 82 0
http://www.delmenhorst.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Delmenhorst
erstellt:
27.10.2017
aktualisiert:
20.11.2023
Fürs Spinnen bekommt hier keiner mehr Geld, denn echtes Garn wird hier schon lange nicht mehr gesponnen. Aber Besucher können sich in die Vergangenheit „spinnen“ und erfahren, wie eine Spinnerei gearbeitet hat. Das nämlich zeigt das Fabrikmuseum Nordwolle in Delmenhorst. Einige der ausgestellten Maschinen funktionieren noch. Außerdem erleben Besucher anhand vieler aufwändiger Darstellungen, wie aus Rohwolle Garn entsteht. Allein die Fabrikgebäude sind einen Besuch wert. Das erfährt man bei einem Rundgang über das Gelände. Dabei erklären viele Tafeln mit Bildern und Texten, wozu die Gebäude genutzt wurden. So wundert es nicht, dass das „Europäische Industriekultur-Denkmal Nordwolle“ mit seiner Architektur aus der Gründerzeit zu den großen Industriedenkmalen in Europa gehört. Das Gelände der „Norddeutschen Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei“ war im Süden durch die Bahnlinie und im Westen und Norden durch den Fluß Delme begrenzt. Zur Fabrik gehörte auch die Villa der Fabrikantenfamilie Lahusen, die in einem weitläufigen Park liegt. Nicht weit weg sind die Häuser, die der Fabrikant für die Arbeiter errichten ließ. So war hier eine Stadt in der Stadt entstanden, ein Inselreich abseits der eigentlichen Stadt, wo ein Leben mit eigenen Besonderheiten entstand. Die Fabrik war 1884 gegründet worden und arbeitete fast hundert Jahre, bis sie 1981 geschlossen wurde. Heute ist hier ein „offener Stadtteil“ entstanden, in dem sich Wohnen in denkmalgeschützten Gebäuden und in neuen Häusern verbindet. Kultur und Bildung werden auch angeboten. Inzwischen wohnen hier mehr als 1000 Menschen. Während der Expo 2000 präsentierte sich „Nordwolle Delmenhorst“ als beispielhaftes Projekt für Stadtentwicklung.
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