Varus111, Schwalbenthal_Hoher_Meißner, Public Domain



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf .

Hoher Meißner Heimat der Frau Holle
erstellt:
24.02.2021
aktualisiert:
03.01.2025
„Du mußt nur achtgeben, daß du mein Bett gut machst und es fleißig aufschüttelst, daß die Federn fliegen, dann schneit es in der Welt; ich bin die Frau Holle.“ „Frau Holle” ist wohl eines der berühmtesten Märchen der Gebrüder Grimm. Dabei ist die Sage rund um die alte Frau schon sehr viel älter als das Märchen. Einige Forscher gehen sogar davon aus, dass die Figur bis in die Jungsteinzeit zurückreicht. Im Laufe der Zeit war sie in den unterschiedlichsten Kulturen der Welt und unter den unterschiedlichsten Namen bekannt. Doch ihre Funktion blieb meist gleich: eine große Mutter- und Erdgöttin, Beschützerin der Natur und der Kinder und Herrscherin über die paradiesische Unterwelt. So verwundert es auch nicht, dass die Göttin an den unterschiedlichsten Orten verehrt wurde. Einer dieser Orte liegt im hessischen Mittelgebirge Hoher Meißner und wird schon seit Jahrhunderten als Eingang zu Frau Holles Welt gehandelt: der Frau-Holle-Teich. Der Sage nach ist der Teich unendlich tief. Aus ihm sollen die Kinder kommen und durch ihn die Seelen der Verstorbenen wieder zu Frau Holle zurückkehren. Immer wieder badeten sich im Teich deswegen auch Frauen, die fruchtbar werden wollten. Doch nicht nur der Teich mit seinem Zugang zur Unterwelt ist Teil der Frau Holle-Sage. Die drei drei Ebenen des Hohen Meißner – der tiefe Teich, die weiten Landflächen und die dem Himmel zugewandte Gipfelfläche – waren lange Zeit Sinnbild für die drei Regionen, über die die Frau Holle Herrscherin ist: Himmel, Erde und Unterwelt.

 

 

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