A. Kniesel, Lauffen_Panorama_1, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A81.

Hölderlin 2020 Lauffen am Neckar
Bürgerbüro mit Touristinfo
Bahnhofstraße 54
74348 Lauffen am Neckar
info@lauffen.de

07133/2077-0

https://www.lauffen.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Lauffen_am_Neckar
erstellt:
03.07.2020
aktualisiert:
12.10.2023
Die Nationalsozialisten sahen in ihm „einen großen deutschen Dichter“ und bestückten die Landser-Rucksäcke mit seinen Gedichtbänden. 30 Jahr später vereinnahmte ihn die Protestbewegung der 68er: Friedrich Hölderlin wird und wurde immer wieder anders gedeutet. Lange war er nach seinem Tode fast vergessen. Erst als zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Spätwerk aufgefunden wurde, begann sein Aufstieg in die Weltliteratur. Als Inbegriff des gescheiterten Genies hat er seitdem Generationen in seinen Bann gezogen. In Lauffen kann man auf den Spuren des vieldeutigen Literaten wandeln. 1770 wurde Hölderlin hier geboren, wahrscheinlich im noch erhaltenen Haus seiner Familie. Im vor- und frühgeschichtlichen Museum der Stadt, einem ehemaligen Kloster, wurde ein Hölderlinzimmer eingerichtet. Hölderlins Vater war hier als Klosterhofmeister tätig. Das Zimmer zeigt Zeugnisse aus dem Leben seines berühmten Sohnes. Auch Dokumente zur zeitweilig sehr ausgeprägten Hölderlinverehrung finden sich hier. Im Klostergarten findet sich eine Hölderlin-Gedenkstätte. Im Zentrum steht eine Büste des Dichters. Darunter sind die Zeilen eines Gedichtes eingemeißelt. Hölderlin beschreibt darin schwärmerisch seine Heimatregion: „Seliges Land! Kein Hügel in dir wächst ohne den Weinstock./ Nieder ins schwellende Gras regnet im Herbste das Obst./ Fröhlich baden im Strome den Fuß die glühenden Berge./ Kränze von Zweigen und Moos kühlen ihr sonniges Haupt.“

 

 

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