Dr. Eugen Lehle, Endingen_Vorderösterreich-Museum, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A5.

Historisches Endingen am Kaiserstuhl
Touristinformationen
Adelshof 20
79346 Endingen
touristinfo@endingen.de

+49 (0) 76 42/ 68 99 90

http://www.endingen.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Endingen_am_Kaiserstuhl
erstellt:
12.01.2017
aktualisiert:
04.10.2023
Eine Karnevalshochburg – mitten im Kaiserstuhl? So etwas gibt es tatsächlich! In Endingen ist während der tollen Tage mindestens genauso viel los wie in Mainz oder in Köln. Aber natürlich haben die Alemannen ihren ganz eigenen Stil. Schon über den Ausdruck „Karneval“ würde jeder Endinger die Nase rümpfen. Hier, im Dreiländereck, wird „Fasnet“ gefeiert – und das sehr traditionsbewusst. Im Mittelpunkt der Straßenumzüge steht das „Jokili“, eine der ältesten Narrenfiguren des Oberrheins. Schon 1782 wurde der Possenreißer mit dem Schellengewand erstmals erwähnt. Als schlafende Figur im Rathausbrunnen ist das Jokili das ganze Jahr in Endingen präsent. Am „Schmutzigen Dunnschdig“ wird der lustige Kerl dann erweckt – und gleichzeitig auf wundersame Art vervielfältigt: Auf einen Schlag sind bis zu 800 Jokilis auf den Straßen unterwegs. Jeder Endinger, der Lust hat, darf das Kostüm tragen. Für Farben und Schnitt gelten allerdings strenge Regeln. Für Abwechslung sorgen andere historische Gestalten. Zum Beispiel das „Stadttier”, eine Mischung aus Gaul und Stier, das die Straßenumzüge mit wilden Eskapaden anführt. Die Endinger Fasnettradition ist ungewöhnlich alt – und doch lange nicht so alt wie Endingen selbst. Schon im 4. Jahrhundert sollen Alemannen an dieser Stelle gesiedelt haben. Im Mittelalter gehörte die Stadt zu Vorderösterreich, bis sie 1806 schließlich badisch wurde. Lebendig erzählt wird die Geschichte Endingens, und auch die Geschichte des Jokili, im Heimatmuseum am Marktplatz.

 

 

« zurück zur Startseite Reisen