Michael Sander, Mainzer_Schloss_Heiligenstadt, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A38.

Heilbad Heiligenstadt Historische Altstadt
Tourist-Information
Marktplatz 15
37308 Heilbad Heiligenstadt

+49 (0) 36 06/ 677 - 141

http://www.heilbad-heiligenstadt.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Heilbad_Heiligenstadt
erstellt:
12.11.2017
aktualisiert:
08.11.2023
Ganz nahe des geografischen Mittelpunktes von Deutschland, im Thüringer Landkreis Eichsfeld, liegt die idyllische Kleinstadt Heiligenstadt. Der Ort wurde bereits anno 973 erstmals erwähnt und erhielt im Jahr 1227 das Stadtrecht und eine Stadtmauer. Zu dieser Stadtmauer gibt es eine kuriose Geschichte: Der Sage nach wurde Heiligenstadt einst von einem feindlichen Heer belagert. Beim Schließen der Stadttore verwendete ein Wächter, ob versehentlich oder mit Absicht, anstelle eines echten Torriegels eine Mohrrübe. Das Gemüse hielt zwar einen Angriff des Feindes aus, wurde aber, als sich die Heiligenstädter schon in Sicherheit glaubten, von einer hungrigen Ziege gefressen. Nun stand das Stadttor plötzlich sperrangelweit offen und die Belagerer zogen triumphierend in Heiligenstadt ein. Die Geschichte trug den Stadtbewohnern den Spitznamen „Heiligenstädter Möhrenkönige“ ein. Die Heiligenstädter tragen das mit Humor und feiern alljährlich im Herbst ein großes Stadtfest im Zeichen der Möhre. Solchen und ähnlichen Geschichten kann man bei den regelmäßigen Nachtwächter- und Tagesführungen durch die Altstadt lauschen. Oder man besucht das „Eichsfelder Heimatmuseum“ im ehemaligen Jesuitenkolleg. In dem Barockbau aus dem Jahre 1740 werden sakrale und profane Kunst ebenso wie Alltagsgegenstände und Trachten gezeigt. Das Museum beherbergt zudem eine Vogelsammlung aus dem 19. Jahrhundert und präsentiert eine Ausstellung über Tilman Riemenschneider. Der berühmte Bildhauer und Bildschnitzer wurde 1460 in Heiligenstadt geboren. Auch andere bekannte Persönlichkeiten haben in Heiligenstadt ihre Spuren hinterlassen. So erinnert im Heinrich-Heine-Kurpark eine Büste daran, dass sich der Dichter in Heiligenstadt 1825 heimlich protestantisch taufen ließ. Und das „Literaturmuseum Theoder Storm“ würdigt den Schriftsteller, der als Richter in Heiligenstadt tätig war. Wer lieber in der Natur als in der Stadt unterwegs sein möchte, kann eine Wanderung im umliegenden Heiligenstädter Wald unternehmen. Und ob Stadt- oder Waldspaziergang: Am Ende können sich die müden Füße in der Eichsfeld-Therme in einem Sole-Heilbad erholen.

 

 

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