Suedkollektiv, Hegaulandschaft, CC BY-SA 4.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A81.
Hegau-Vulkane
Kultur und Tourismus Singen
August-Ruf-Straße 13
78224 Singen (Hohentwiel)
tourist-info.stadt@singen.de
07731 85262
https://www.in-singen.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Hegau
August-Ruf-Straße 13
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https://de.wikipedia.org/wiki/Hegau
erstellt:
04.07.2020
aktualisiert:
12.10.2023
Zwischen der Schwäbischen Alb und dem Bodensee erstreckt sich der Hegau. Sein bekanntester Teil, das Kegelbergland, liegt zwischen Singen und Überlingen. Neun Vulkanberge prägen den Charakter dieser Gegend. Entstanden sind die Vulkane durch einen Zusammenstoß der afrikanischen und der europäischen Kontinentalplatte. Durch die Erschütterung geriet Magma in die Erdkruste und brach sich in ganz Süddeutschland in Form von Vulkanen Bahn. Die charakteristische Kegelform der Hegauberge rührt aber nicht von den Vulkanausbrüchen her, sondern ist nachträglich durch Erosion entstanden. Durch ihre unzugänglichen Bergkegel eignete sich die Landschaft besonders gut für den Bau von Burgen. Schon der berühmte Reisende Merian notierte, er habe viel „feste hohe Schlösser“ gesehen als er durch das „fruchtbare Ländlin“ streifte. Der Anblick im Mittelalter muss imponierend gewesen sein: Auf jeder Bergspitze ragten Türme und Festungsmauern in den Himmel – insgesamt gab es im Hegau 34 Burgen. Der bekannteste und höchste Hegauberg ist der Hohen-twiel (668 Meter über dem Meeresspiegel). Auf seinem Gipfel befindet sich die größte Burgruine Deutschlands: Burg Hohentwiel. Im Dreißigjährigen Krieg hielt die Festung allen Belagerungen stand, erst um 1800 wurde sie von französischen Truppen zerstört. Ganz in der Nähe ragt der „Hohenkrähen” in den Himmel. Auf seiner steilen Spitze befindet sich die Ruine einer Raub-ritterburg. Deren Burgvogt Populus soll einst ein übler Patron gewesen sein. Angeblich verfluchte ihn der Abt von Rheinau wegen seiner Schandtaten. Noch heute soll Populus im Hegau als Geist umgehen und allerlei Schabernack anrichten. Die Narren der schwäbisch-alemannischen Fastnacht lieben die Sagen vom „Poppele“ und eifern ihm fleißig nach. In Singen gibt es sogar eine „Poppele-Zunft”.
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